Folge 39: Lázár (Nelio Biedermann)

Shownotes

Eines der literarischen Großereignisse des Jahres 2025 stellte die Veröffentlichung von Nelio Biedermanns Roman "Lázár" dar. Der 22-jährige Autor erzählt anhand des Verfalls des titelgebenden ungarischen Adelsgeschlechts nicht nur eine Variation seiner eigenen Familiengeschichte, sondern auch von der Wandlung Europas in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. K.u.K, Erster- und Zweiter Weltkrieg, Sowjetunion, Ungarnaufstand. Wild wechselt der Roman die Stilebenen, Prosa, Poetik und Liste geben sich die Klinke in die Hand. Romantisch, märchenhaft, grausam, postmodern. Biedermann steht unter Genieverdacht, man vergleicht ihn mit Thomas Mann.
Lucas und Fynn haben den Roman, nachdem der Trubel nur ein klein wenig abgeflaut ist, ebenfalls gelesen und sind sich etwas uneinig. Das prosadoische Geschick ist in jedem Falle vorhanden, aber was hat der junge Mann tatsächlich zu sagen? Ist das hier Karrieristenliteratur oder doch große Erzählkunst?

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