Folge 55: Giovannis Zimmer (James Baldwin)

Shownotes

Die Katastrophe der unentschlossenen Liebe: In James Baldwins zweitem Roman "Giovannis Zimmer" von 1956 sucht der Wahlexilant David im Pariser Milieu nach den persönlichen und erotischen Freiheiten, die ihm Amerika nicht bieten kann. Zaudernd zwischen zwei Kontinenten und zwei Liebhabern und Lebensmodellen, findet er vor allem die Einsamkeit.

Fynn und Lucas diskutieren über Pathos und Sprachlust, Nachkriegsidentitäten und schmerzliche Romantik, Individualismus und die Lust am Verschwinden in der Masse.

(Die Folge sollte ursprünglich deutlich früher erscheinen, es gab ein paar Probleme im Schnitt, wir bitten um Verzeihung.)

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Transkript anzeigen

00:00:00: Unsere Zweifel töten, sich nicht festzulegen ist auch eine Entscheidung.

00:00:03: James Baldwin's zweiter Roman Giovanni's Rune von neunzeits sechsundfünfzig erzählt von einem jungen Amerikaner namens David – der zwischen Identitäten steht ein unvollendeter Mann, ein ängstlich zaudernder Hamlet.

00:00:14: David ist ein Amerikanern in Paris, der neuen Weltetrissen und nie ganz in den Alten angekommen erst mit einer jungen Americanerin namens Heller verbandelt.

00:00:23: doch als er ihr einen Heilratsantrag macht flieht sie zum Nachdenken nach Spanien.

00:00:28: Unterdessen verliebt sich David in Pariser Mediöne einen italienischen Barkeeper namens Giovanni.

00:00:33: Doch es fällt ihm nicht leicht, zu dieser Liebe zu stehen – er fürchtet das Leben als Parier!

00:00:38: Seine Unentschlossenheit wird Giovannis Verhängnis.

00:00:42: Der neue Jahrzehntzwanzig in New York geborene James Arthur Baldwin wählt nach einer Jugend in Halem und einer Zeit als Prediger selbst das Exil in Europa um dem strengen Blick auf Afroamerikaner und seine ambivalente Sexualität zu entkommen.

00:00:56: In Paris in den schweizerischen Maler Lysien-Happersberger verlieben, die einzig wirkliche Liebesgeschichte meines Lebenswehr später schreiben wird.

00:01:05: Schon der Titel von Giovanni's Room eröffnet einen Konflikt zwischen Innen und Außen – im Roman fließen persönliche autobiografische Erfahrung Baldwins mit universellen Fragen zusammen.

00:01:15: Er selbst ließ sich ungern festlegen, lehnte nach einer Jugend als Sozialist politische Ideologien als Indoktrination ab und fügte sich auch in der schwulen Subkultur nie wirklich zu Hause.

00:01:27: Baldwin ist berühmt für seine essayistischen Texte, aber auch die Romane werden längst in listenkanonischer Titel geführt.

00:01:33: Die akademische und diskursive Reperspektivierung der letzten Jahrzehnte hat ihm einen neuen Stellenwert verschafftes.

00:01:39: Entstehen Filmadaptionen und Dokumentarfilme über Baldwin.

00:01:42: in Deutschland lässt er Münchener DTV-Verlag ab dem Jahrzehn und gesondert zum hundertsten Geburtstag im Jahrzehr zwanzig viele seiner Bücher neu von Miriam Mandelkoff übersetzen.

00:01:53: Wir haben seinen wahrscheinlich bekanntesten Roman gelebt und wir das sind Finn Bankert.

00:01:58: Und Lukas Bavensch, Signal liebe Hörerinnen!

00:02:00: Da habt aber Glück gehabt dass wir euch geschrieben haben einen langen Podcastbrief formuliert haben, dass ihr ein bisschen im Exil über den Tag hinweg kommt bevor es wieder an den KONNIA geht nicht wahr?

00:02:09: Lukas, also erstmal hat die Pride-Mumpf natürlich auch an alle unsere Hörer in da draußen.

00:02:14: Wir haben Giovanni´s Zimmer, Giovani´s Room natürlich auch ein bisschen ausgewählt um den Pride-Bumpf zu feiern sagt man das eigentlich so auf dem Pride-Month zuweisen

00:02:26: und

00:02:26: uns damit zu beschäftigen?

00:02:27: Genau

00:02:28: Und es fällt ja auch ungefähr zusammen mit Jun Teens, dem Feiertag der in den USA jetzt mittlerweile oft begangen wird.

00:02:35: Der auf die Sklavenbefreiung zurück verweist.

00:02:37: also das finde ich tatsächlich ein irgendwie interessanten Punkt bei James Baldwin jemand der so sehr für seine eigene Unabhängigkeit von Labels und Kategorien gekämpft hat dass er doch an vielen Stellen Ehrlich gesagt, für diese Intersektionalität von zwei identitätspolitischen Positionen rezipiert worden ist.

00:02:58: Darüber hinaus, und das würde ich vielleicht auch dich fragen, hatte ich das Gefühl er war immer sehr stark eine popkulturelle Figur.

00:03:04: Der schwarze Intellektuelle der Afroamerikaner, der in den Talkshows sitzt, der gute Freund von großen Stars und Persönlichkeiten wie Marlon Brando sich immer so gewählt, nachdenklich ein bisschen verloren und traurig ausdrückt?

00:03:20: Das ist für mich wieder einer dieser Autoren die ganz stark von seinem Bild, von seinem Symbolcharakter überstrahlt wird soweit, dass das Werk da oft ein bisschen in Vergessenheit gerät.

00:03:32: Oder wie ist deine Wahrnehmung da?

00:03:33: Ja ich meine, das passt aber natürlich auch sehr gut in die Zeit, in der er geschrieben hat.

00:03:37: und sage mal um die Leute, die sich so grob um ihn umgeben, so Leute wie Truman Capote und Co.. Das ist wie du selber schon gesagt hast diese Garde von Intellektuellen als zeitungsschreibende Leute beginnender AutorInnen, die dann eben mit einer Was heißt radikal-neuen Sprache, aber eben einfach mit einer neuen Art auf die Welt zu blicken in den fünftigern sechziger Jahren.

00:03:58: Die USA so mal von unten auf graben und einmal umgraben

00:04:03: Wie bei denen Deutschland sagen würde nach Kriegsliteratur.

00:04:08: Darüber ist gleich auch noch mal zu reden.

00:04:11: oder sagen wir so zumindest funktioniert die amerikanische nach Literatur würde ich sagen deutlich anders als die deutsche.

00:04:17: und Giovanni's Zimmer ist natürlich, als der roman herauskam im jahre, nineteen hundert sechsund fünfzig.

00:04:26: Auch in deutschland rezipiert worden unter anderem von sich fritt lenz.

00:04:30: man stand diesem roman aber doch skeptisch gegenüber, vor allem ob das Pathos ist dass hier geschwungen wird und der großen Gefühle.

00:04:38: Das ist natürlich etwas wo wir uns in der deutschen Nachkriegszeit gar nicht beschäftigt haben.

00:04:42: also der deutsche nachkrieg zeigt da war es nüchtern, deprimierend.

00:04:47: wenn dann hat man sich damals ein bisschen die Antike gerettet mit Cassandra und Co.

00:04:52: oder man hat sich auf die Zikaden zurückgezogen.

00:04:56: Da sind die Amerikaner doch deutlich anders unterwegs.

00:04:59: und ja, mir ist James Baldwin tatsächlich auch das erste Mal begegnet durch die Verfilmung von Barry Jenkins.

00:05:07: Von If Beale Street Could Talk im Jahr zwei tausend neunzehn also das erste mal dass ich mich wirklich mit diesem Namen und diesen Autoren auseinandersetzen wollte.

00:05:14: Ich habe die Romanvorlage zu dem Film damals auch gelesen den film auch glaube ich an der sneak Begeisterung damals geschaut, aber bin auch nie wieder zurückgekehrt.

00:05:23: Dann gab es die Not Your Negro-Dokumentationen, die ich gehört habe auch sehr gut sein soll.

00:05:28: Ich weiß nicht ob du sie gesehen hast und Wes Anderson hat Herrn Baldwin natürlich vor ein paar Jahren in The French Dispatch sehr liebevoll von Jeffrey Wright poträtieren lassen.

00:05:39: Das sind so meine James Baldwin Verbindungen.

00:05:43: Ja, ich glaube schon dass es auch wirklich so dieses Bild von ihm ist das weiterlebt.

00:05:48: Diese Idee des... Weißt du?

00:05:50: Das ist ja was eigentlich dann zum Beispiel Wes Anderson auch adaptiert eben mit diesem Ride Charakter diesen Intellektuellen der in den Talkshows sitzt, der auch ein bisschen das Leid der Welt, das Leit der Schwarzen irgendwie verkörpert.

00:06:03: Meine erste Begegnung mit Baldwin war tatsächlich ein filmkritischer Text im weitesten Sinne denn er hat ein sehr interessantes buchlanges Essay namens The Devil Feins Work geschrieben, indem er eben auch seine spezifische Position in die Kinosäle hineinträgt und über den Exorzisten oder natürlich auch über so große Themen.

00:06:24: So große Problemfilme wie In the Heat of The Night oder Gassos Coming to Dinner eben ausbreitet oft mit einer großen Liebe Diese überlebensgroße Qualität, dieses Hyperiale des Kinos.

00:06:38: Diese Schönheit die größer als die Welt, die sie abbildet irgendwie ist.

00:06:43: und wenn du von Pathos sprichst das ist tatsächlich auch das was ich in diesem Roman erlebt hat was mich durch diesen Roman getragen hat denn es ist natürlich einerseits ein Roman der viel theoretisch Aufbau der Begriffspaare aufstellt, der gegeneinander stellt.

00:06:59: Der Sprachwelten entwirft aber vor allen Dingen ist es einer, der sich an vier oder fünf Stellen immer wieder aufschwingt, der crescendiert.

00:07:07: und diese großen emotionalen Momente die haben mich wirklich von meinen Füßen geschwemmt wie Flutwellen.

00:07:14: und ich muss auch sagen gerade dass sie oft so abrupt Enten, also diese implodierenden Crescendi.

00:07:21: Die fand ich an diesem Roman schon sehr eindrucksvoll.

00:07:24: und wenn es hier etwas zu vermitteln gab, etwas zu erleben, aus dieser Zeit, aus seiner eigenen Erfahrung all den Selbsthass, all den Schmerz, all die Ängste und Sorgen und Zweifel dann bleibt doch vor allen Dingen bei mir so ein Gefühl von Euphorie.

00:07:39: Diese Begegnung, diese Anbahnung an andere.

00:07:42: also man schleppt sich durch dieses Paris das irgendwie immer wie so einen gewaltiger Leichnam beschrieben wird dass so voll Verwesung und Schmerz das wirklich so ein toter Kontinent irgendwie ist.

00:07:52: aber dann kommt man eben in diese Zimmer dann findet man zueinander Und in gar nicht vielen Worten passiert da wirklich die Welt und das hat mich schon sehr imponiert.

00:08:01: Also ganz unabhängig von allem anderen muss ich sagen dass wir schon auch seine Art zu schreiben, sehr gefällt.

00:08:08: Und er ist jemand der sich gerade auch in seinem ersten Roman direkt sehr stark von diesem Aufwachsen in der Kirche und seinem Vater dem Prediger sehr sich davon freigesprochen hat, der da auf zur Distanz gegangen ist.

00:08:22: aber für mich wirkt er immer noch als würde er auf der Kanzel stehen.

00:08:27: die eindrucksvollste Rede, die man in einer Kirche gehört hat.

00:08:31: Die eindrucksvollste Predigt, die von der Kanzlerin erlebt habe.

00:08:34: Ich finde dieses Aufsteigen auch im wiederholenden Rhythmus ist wirklich für mich irgendwie so was kirchlich-spirituelles, das in den Alltag und vermeintlich profane übertragen wird um es zu erhöhen.

00:08:48: Also ich schaue auf Teile seiner Welt wie durch Kirchenfenster immer!

00:08:54: Das ist eine spannende Sichtweise.

00:08:56: Ich musste eher an, sage ich mal so eine Art Oparete denken oder eben eine Oper.

00:09:00: Also für mich waren das dann eher die Arien, die hier geschmettert werden wenn vier- oder fünfmal wieder schon gesagt, dass die Stimme erhoben werden.

00:09:08: der Roman kein besonders langer Roman.

00:09:11: Hundertfünfundvierzig Seiten sind es in meiner Ausgabe von denen um die zehn Seiten auch nochmal auf einen Vorwort entfallen.

00:09:17: aber Das ist ja alles schon, sag ich mal sehr clever komponiert.

00:09:21: Der Romant fällt in zwei ungefähr zeitgleiche große Teile beginnt mit einer Overtüre hat man fast das Gefühl und der uns eigentlich der ganze Romanplot auf zwei Seiten bereits zusammengefasst wird wo ein Stimmungsbild geliefert wird.

00:09:34: Und dann geht es nochmal los.

00:09:36: Man findet so einzelne Motive den Menschen in den Texten kehrt zu denen immer wieder zurück, so eine leicht assoziative Erzählweise in der Vergangenheit und Gegenwart verschwimmen.

00:09:47: Aber auch das passt natürlich zur amerikanischen Postmoderne die wir hier behandeln können.

00:09:52: also der Mix verschiedener Stilmittel.

00:09:55: ich finde man merkt in diesem Buch Für mich noch mehr als zum Beispiel in The Beale Street Could Talk den Mix zwischen dem Romossier, dem Erzähler James Baldwin und dem Essayisten James Baldwin.

00:10:06: Weil das sind glaube ich für mich die richtig spannenden Passagen dieses Buches dass der Erzählar David also der in seinem Kopf was wir dann lesen können fabuliert ein anderer Mensch ist als der der spricht Und auch dass die Menschen um ihn herum die sprechen nicht notwendigerweise seine Gedanken teilen.

00:10:25: Also ich mag wie hier durch Wortfolgen, durch etwas ungewöhnliche Satzkonstruktionen auch irgendwie verdeutlicht wird.

00:10:31: Wie die Gedanken fahrig sind, wie hier häufig Adverbien so ein bisschen versetzt im Satz auftauchen, wie gewisse andere Satzkollokation einfach mal ja häufig an Anfängen von Sätzen auftauchten wo sie normalerweise nicht drin wären.

00:10:46: wenn es da zum Beispiel heißt there will be a girl sitting opposite me anstatt irgendwie Opposite of me will be sitting a girl.

00:10:53: Das ist mir auf jeden Fall aufgefallen, das ist ein Sprachlich wirklich brillanter Roman und es ist auch würde ich sagen so die Art von Sprache Brillanz, die schon auf sich hinweist aber ich glaube die auch jeden anspringen wird.

00:11:04: also wenn man mal wieder vielleicht jemandem erklären möchte dass Bücher mehr können als Plot kann man Giovanni's Room oder Giovannis Zimmer sicherlich bedenkenlos hinlegen

00:11:13: Ja.

00:11:13: Also dann vergleich ich mit dem Symphonischen, das leuchtet mir auch irgendwie eine oder mit dem Opernhaften.

00:11:18: also man merkt auf jeden Fall dass Wiederholung und so ne Synkopierung in den Sätzen eben ganz wichtig sind.

00:11:25: also Dass man so rhythmisch aus dem Tritt kommt weißt du diese Wiederholungen?

00:11:28: damit meine ich dann formulieren wir wie mit I watched him as he moved and then i watch their faces watching him And then was afraid that they were watching had been watching both of us.

00:11:39: Und dieser Rhythmus der erinnert mich halt tatsächlich eben an diese amerikanischen Prediger und vielleicht auch diese Prediger, die wir dann im politischen erlebt haben.

00:11:48: Also so Martin Luther King oder sowas.

00:11:50: das sind natürlich jetzt auch klischierte und naheliegende Verweise, Referenzen in einem Kontext von jemandem der natürlich auch oft durch eben die Bürgerrechtsbewegung so gelesen worden ist.

00:12:01: Aber der natürlich immer Außenstand, der sich als Zeuge verstanden hat.

00:12:04: aber ich finde ganz spannend dass diese Welt so seltsam ambivalent und zweigeteilt ist das hier alles zerfällt eben also das sagen wir das was die Figur hier David ausmacht diese Bisexualität dass er sich dafür formal überlegt hat eine permanent in Begriffsbaren, in Dichotomien funktionierende Welt aufzubauen.

00:12:26: Und was du angesprochen hast, da dachte ich auch... Finn?

00:12:29: Spannend finden wirst du doch sicher auch wieder dieses Wechselspiel.

00:12:33: Wieder die Tatsache, dass es zum Teil eben Bekenntnischarakter hat.

00:12:37: Zum Teil biografisch ist eben zum Teil auch ganz bewusst.

00:12:41: ein sehr, wie du schon formuliert, fahrig und unsicheren so in der Welt versprengten Erzähler hat also jemanden, den man nicht so recht glauben kann bei dem man das Gefühl hat dieser Ekel, den er für sich selbst empfindet, der ist so stark auf die Welt ausgekübelt verwandelt auch so sehr diese Stadt irgendwie in eine große verwesende Bestie, dass man da nicht so richtig sagen kann ja das nehme ich jetzt fürbare Münze.

00:13:08: Also das ist schon auf jeden Fall irgendwie interessant wie es so zerrissen ist und das meinte ich auch wieder oder habe ich versucht abzubilden denn meine Einführung so eher zwischen Amerika und zwischen Europa.

00:13:20: Und vielleicht auch sprachlich irgendwie, also ich habe viel Vergleiche gelesen, Leute haben gesagt das ist irgendwie Hemmingway aber ich hab dann irgendwie auch sofort so Camus gesehen gerade in diesen knappen Einzelsätzen.

00:13:33: She began to cry a healthy in my arms I felt nothing at all.

00:13:37: Also das könnte auch aus der Fremde sein und dieses seltsam versprengte zwischen einer amerikanischen Lackonie und einer europäischen Sprachlosigkeit gegenüber bestimmten Phänomenen die Unmöglichkeit, bestimmte Sache auszuformulieren.

00:13:53: Einerseits halt Die reduziert halt die Verknappung eben als bewusster Modus, als Geste um irgendwie halt eine bestimmte Form von Lakonie und Stärke auszudrücken.

00:14:02: Und einerseits um eben eine Schwäche auszUDrücken das habe ich hier ganz stark erlebt diese Zerrissenheit zwischen diesen zwei Sprachmodi

00:14:09: Das Spann ist denke ich wie du gerade auch schon gesagt hast bin ja sehr dankbar dass Du auf Camus schon gekommen bist das hier in Baldwin und auch irgendwie in diesem Roman hab ich das Gefühl halt zwei Denkrichtungen zusammenstoßen.

00:14:20: Also eben dieser gerade so entstehende amerikanische, postmoderne und der Existenzialismus der Franzosen.

00:14:27: Denn auch ich habe hier an den Fremden gedacht.

00:14:29: Ich hab das Ekel gedacht.

00:14:31: nur wo wir glaube diese beiden Nationalitäten oder eben den unterschiedlichen ja doch Grundgedanken in der Kunst für China-Länder hier sehen können ist dass bei Baldwin das Leid ein persönliches bleibt, ein individuelles Leid bleibt.

00:14:46: also dass hier beschrieben wird, das ist schon Davids Paris.

00:14:51: Also das ist eben wie du auch schon gesagt hast, das is so weil er sich das so vorstellt und weil es für ihn sich zu seiner Gesinnung passt.

00:14:58: Es ist jetzt nicht wie bei einem Kamüler oder einem Sator, daß ihr eine Lebensphilosophie eines Absurden- oder ähnlichen entwickelt werden muss habe ich zumindestens das Gefühl, es ist wirklich eine individuelle Geschichte eines Ekels der mit sich selber übereinkommen muss ,dass er ein Ekel ist.

00:15:13: Das ist ein Individualismus, der aus Amerika mitgebracht worden ist und sich selbst als Subjekt mit aller Macht gegen die Außerinnen behauptet.

00:15:23: So weit sogar man das Gefühl hat Solidarität es eigentlich gar nicht mehr möglich denn man möchte so sehr nichts sein dass man auch sich mit Nichts gemein machen kann.

00:15:32: klar Baldwin selber hat immer wie gesagt Ich bin nicht diese Identitätszuweisung.

00:15:39: Und auch irgendwie mit so Begriffen wie Schwul hat er total gehadert, das wollte ja auch nicht sein.

00:15:44: und man hat schon auch das Gefühl hier ist jemand der angesichts der Tatsache dass er so vieles nicht ist auch nicht mehr so richtig weiß was dann noch von ihm bleibt gegenüber in der Beziehung, in der Alterität dann halt wieder jemand werden kann und der dann aber im Moment in dem diese Beziehungen auseinanderbrechen sich als temporär erweisen.

00:16:07: Also hier auch wieder biblisch wird ja auch gerade wird uns das am Anfang erklärt aus Eden dann wieder verjagt, der Garten ist eben nicht auf Dauer da sondern verblüht dann irgendwann.

00:16:17: Nun ja also dann fällt auch wirklich alles in sich zusammen.

00:16:21: Dann kommt die Katastrophe und die Lehre Und man geht aus jeder Beziehung mit einem noch größeren Gefühl von Lehre heraus.

00:16:30: oder das sind so angesägte Krücken Die dann doch sobald man irgendwie sich zu sehr drauf verlässt unter einem Zusammenbrechen.

00:16:37: Es ist ein Roman der eine gewisse persönliche Aufrichtigkeit allen fordert, würde ich sagen am Ende des Tages.

00:16:43: Weil eben die Katastrophe, die hier passiert vor allem durch Davids Uneinsichtigkeit mit seinen eigenen Gefühlen stattfindet.

00:16:51: was sich aber wiederum spannend finde ist wie Bereitwillig, David seine Grausamkeiten und Verbrechen also verbrechen jetzt in Anführungszeichen.

00:17:01: Bleiben wir bei Grausamtkeiten.

00:17:02: Seine Grausammkeiten seine seine niederen Taten anderen Menschen gegenüber wie offen er sie dann doch auch ausstellt?

00:17:08: Also dass wir hier nicht den Erzähler haben der irgendwie erst zu einem Kern vordringen muss und dann sagen muss oh vielleicht war ich es die ganze Zeit sondern das ist jemand der uns schon auf den ersten Seiten eben einen Erweckungserlebnis erzählt bei dem man mit einem Mitschüler namens Joey eben so ein Ein bisschen über Doktorspiele herausgehendes Erlebnis, aber eben ja ein erstes homosexuelles Erlebnes hatte.

00:17:29: Und diesen Jungen dann danach nicht nur gemieden hat sondern offen schikaniert hat in der Schule also auf Neudeutsch gemobbt hat um seine Neigung zu unterdrücken zum Gewaltanwender wurde.

00:17:40: und das ist ja sage ich mal die Klammer des Lebens von David, die wir hier jetzt auch nochmal in Giovanni's Room auserzählt bekommen werden.

00:17:47: über längere Zeit.

00:17:49: wie unverblümt man da doch mit seinen eigenen Taten umgeht, das fand ich sehr spannend.

00:17:55: Wie ging es dir damit?

00:17:56: Doch total, das wurde ja auch an vielen Stellen sehr negativ ausgelegt.

00:18:00: Ich habe gerade in diesem Goodreads Booktube-Referenzrahmen öfter mal gelesen, oh diese Figur ist so unerträglich und der ist ein Frauenfeind... Ja?

00:18:11: Das ist auf jeden Fall ein Feind der Welt!

00:18:13: Der blickt auf die Dinge nicht mit besonders viel Güte.

00:18:16: Und auch gerade dieses Milieu, dass für ihn So lebenswichtig ist, das begreift er niemals als mehr als eine Schicksal-Gemeinschaft.

00:18:25: Im Gegenteil, er hasst ja diesen ganzen Unterweltcharakter!

00:18:30: Er hasst Jack und Guillaume und all die Leute, die da den Schwulenbars rumhängen wirklich wie die Pest.

00:18:37: Und der hast auch gesehen zu werden... ...und er hat eigentlich auch den Mann, den er liebt weil er ihn an dieses Phänomen erinnert.

00:18:45: An seine persönliche Affliction, an seine persönlichen... was er eben immer als Mankauer, als Sünde, als Verfehlung irgendwie begreifen muss.

00:18:55: Und ich dachte vielfach an diese seltsame bigotte Tendenz der amerikanischen konservativen Rechten oder auch religiösen Rechten die halt immer sagt Hate the sin, love the sinner.

00:19:09: So die Person zu der hat man dann eine Zuneigung aber ihre Sünde lehnt man ab und man merkt dass seine eigene sündende in Anführungszeichen eben ein anderen externalisiert wird und das deshalb eigentlich auch jemand wie Giovanni gar nicht geliebt werden kann und jemand wie Guillaume oder Jacques erst recht nicht.

00:19:26: Und das ist schon einfach auch hart zu lesen.

00:19:29: Die Beschreibung dieser Welt und der Hass der sich durch alles zieht also Ein Roman von einer großen Grausamkeit, die halt eben das negative dieser Liebe, die er empfindet.

00:19:41: Immer ist sie begleitet wie so ein sehr schwarzer, ein sehr selbstständiger Schatten!

00:19:48: Und du hast auch seine magischen Worte Booktalk und Bookstagramm in den Mund genommen.

00:19:52: Mich hat dieser Roman deswegen tatsächlich auf dem falschen Fuß erwischt.

00:19:56: Ich kannte ihn natürlich als ich mal einen... Nicht nur allen der wichtigsten Queer-Romane der Literaturgeschichte, sondern auch überhaupt als so ein Stanpfeiler der amerikanischen Literatur des zwanzigsten Jahrhunderts.

00:20:08: Also so ein Buch das man mal gelesen haben soll in Anführungszeichen.

00:20:11: und ich kannte eben die Kurzbeschreibung aus Reels bei Buxtagramm der die dieses Buch eben auch häufig sehr, sehr hoch platzierten.

00:20:18: und da hieß es immer so eine zärtliche tragische berührende Liebesgeschichte über Unverstandensein.

00:20:24: Und da hatte ich ein Bild im Kopf was das wohl sein würde, dieses Buch weil man auch so hat, neunzehntsechstenfünfzig und bestimmt geht's da auch um die Gesellschaft.

00:20:33: Dann schlage ich eben dieses Buch aus werde mit diesem Ekel-Paket von Erzähler konfrontiert und denke mir, nee warte mal also... Ja, dieses Buch ist auch zärtlich in Stellen.

00:20:43: Es gibt zum Weinen schöne Passagen aber die sind jetzt nicht auf einer Sehnsuchtsebenebrugern sondern sie sind einfach tief traurig, tief tragisch.

00:20:55: hier wird wirklich ganz stark in die menschliche Seele geblickt.

00:20:59: ich bin ein bisschen verwirrt ob das teilweise ein Framing ist dieses Buchs auf Social Media und du hattest da schon eine sehr gute Theorie mit nämlich so dass eben ein Buches, was man auch gut lesen kann und eben auch ein Buch eines wichtigen Autors.

00:21:11: Was man gerne lesen können.

00:21:12: aber es scheint mir an vielen Stellen doch ein bisschen auch zu kantig für diese große Präsenz in der Popkultur oder in der Buchkultur zu sein.

00:21:22: Ja ich hatte schon das Gefühl dass ist ein großer Name.

00:21:26: unterstellen will das hier und da.

00:21:28: Ich glaube, dass es nicht völlig unrealistisch Literarizität auch so eine performative Dimension hat.

00:21:34: Dann passt das schon ganz gut vor allen Dingen in sagen wir der Doppelkoincidence von identitätspolitischen Positionen die sich dann eben auch in James Baldwin vereint sehen.

00:21:46: aber ja du hast schon recht!

00:21:47: Das ist ein Roman vom großem Schmerz von großer Wut der damals natürlich auch als Provokation wahrgenommen worden in den fünftiger Jahren.

00:21:56: Auch dieser Sprung, der Versuch sich so zu versetzen von nach dem was man eben eben zuvor zugetraut hatte.

00:22:04: Jemand der natürlich über die Position von Afro-Amerikanern geschrieben hat und wenn man die Verleger fragt auch zu schreiben hatte.

00:22:13: Und dann kommt etwas rein das mich eher an diese verlorene Individualität von Leuten wie William S. Borrows erinnert.

00:22:19: halt also ich dachte... Das muss dich auch

00:22:21: viel denken!

00:22:21: Der schreibt ja ein paar Jahre später auch sein Sein Queer Roman.

00:22:26: Ja, genau.

00:22:27: Queer heißt der sogar?

00:22:28: Genau.

00:22:30: Wo es auch um einen Exil Amerikaner geht, der im Alkoholrausch in einem Sonnetisch Mexiko irgendwo eine tragische Liebesgeschichte eingeht.

00:22:40: Auch ein Buch das der Autor gewählt hat, um sich seine eigenen Dämonen von der Seele zu schreiben.

00:22:45: Ich glaube man kann sagen Baldwin hat mit Giovanni's Room schon so sehr viele Vorzeichen des Queernromans festgelegt und auch so von Handlungsabläufen, von Figuren, von Empfindungen die passieren müssen.

00:22:59: Ja, es ist so ein bisschen diese Gegenwelt die aufgemacht wird.

00:23:02: Ich mein Queer erscheint natürlich als beschreibte Ereignisse früh im Leben auch aber erscheinend dann ja erst nördzehn fünfund achtzig also ein paar Jahre liegen schon noch dazwischen.

00:23:10: und trotzdem hatte ich das Gefühl Die Art wie diese Verlorenheit Diese Weltenfremdung dieser Schutzrauben der aber gleichzeitig auch immer so einen Gefängnis ist Das ist sowieso natürlich diese Frage dass es natürlich immer so eine Bildwelt der Räume so man betritt hier immer zu räumen oder öffnet Räum Dinge, aber Räume sind auch immer begrenzungen und die Ambivalenz so das eingesperrt sein und ausgesperrt sein oder zugehören und so.

00:23:37: Das ist glaube ich ganz wichtig für den Roman und für Romane dieser Art im Allgemeinen!

00:23:42: Und ich glaube vor allen Dingen halt die Trauer und die Flüchtigkeit der Beziehung dieses Gefühl dass alles nur temporär ist und dann sofort vom Wind davon getragen wird.

00:23:52: Das teilt ja damit.

00:23:53: gleichzeitig musste sich auch an einen anderen queeren Autor denken jenliche Weise von diesem Labelabstand gehalten hat, bis hin zu klagen.

00:24:02: Ich musste an Yukio Mishima denken und die Bekenntnisse einer Maske und dessen seltsame Frauenfeindlichkeit, die eine so Ablehnung des Weichen in den Menschen auf vieler Stelle war aber dir auch immer auf die besondere Schönheit von diesen Menschen als Herausforderung, Blickte und so.

00:24:19: Also

00:24:19: ich

00:24:20: will damit nicht sagen es gibt da irgendwie so einen universellen Code für queere Literatur aber so bestimmte Grunderfahrungen überschneiden sich da auf jeden Fall immer wieder!

00:24:30: Und ich finde gerade dieser sehr fremde, sehr merkwürdige Blick auch Frauen der diesem Buch auch manchmal angekreidet worden ist ja schon sehr interessant oder?

00:24:38: Ich finde gerade diese Passage in dem Heller dann über ihre eigene Unabhängigkeit und Abhängigkeit von Männern gesprochen wird.

00:24:46: Das Gefühl, dass sie erst im Zwang in der Bindung an einen Mann irgendeine Form von Freiheit in einer identitären Erkenntnis über sich selbst gewinnt.

00:24:56: Das hat mich schon sehr erinnert an gegenwärtige politische Fragen oder ich fand das kann man dem Buch kritisch auslegen und da sind auch sicher Frauen die ungünstig geschildert werden oder karikiert werden.

00:25:09: aber ich fand es schon ein Ein Blick, der sehr viel Bewusstsein hat für unterschiedliche Formen von Unterdrückungen und gesellschaftlichen Zwängen.

00:25:20: Und der auch über die Distanz hinweg sich doch mehr einfühlen konnte als man das auf den ersten Blick denken würde.

00:25:26: Wie du schon gesagt hast, das Spannende ist es auch... Die Misogynie, die hier drin steckt auf der Doppelten Ebene funktioniert.

00:25:33: Weil auf der einen Seite wie schon geschildert ist es ein Dezent-Misogynes-Milieu in dem wir uns befinden.

00:25:38: Es ist nicht nur unser Erzähler David sondern auch Chuck und Giovanni und Giliohm ein paar Sprüche ablassen, die vielleicht in dem heutigen Roman nicht mehr ganz so durchgehen würden oder die vielleicht an einer historisch kritischen Auszugabe noch mal im Kommentar versehen werden würden.

00:25:55: Es ist aber natürlich auch die Zeit neunzehntsechstenfünfzig oder die Zeit in der Bordwinters geschrieben hat, in der jetzt die Frage wäre ob solche Passagen tatsächlich als so wahnsinnig misogyn angesehen worden wären.

00:26:07: und dann gesteht er heller aber ja tatsächlich eine stimme zu nachdem sie so für drei viertel des romanes nur als objekt existiert als irgendetwas in der ferne.

00:26:17: wir dürfen zwar mal einen berief von ihr lesen und da sehen dass sie durchaus auch eine talentierte briefe schriftstellerin ist so ein prosa doschen witzfähig.

00:26:26: es aber wird schon gesagt das diese finale überlegung und auch der befreiungsakt der zwar in der Demetügung stattfindet, äh von David.

00:26:35: Aber der ja tatsächlich stattfindete!

00:26:37: Das sind schon so Momente wo sie die...die Grenzen der Frauenrolle der Fünfziger Jahre sprengt und was?

00:26:44: uns, glaube ich und jeden Leser und jede Leserin am Ende des Tages halt für die Frage bringt.

00:26:47: Möchte man?

00:26:48: Die Frauen feinlich in Passagen dieses Romantisches Charakter rede wahrnehmen oder... Also ich glaube es ist endlich... Ich glaube man kann das nicht so stark von ein... Ich glaub' man kann's nicht so klar voneinander abschieben.

00:26:59: Es ist irgendwo Charakter Rede, es ist irgendwie auch Zeitbild.

00:27:02: Aber was wächst eben auch darüber hinaus?

00:27:04: Das macht diesem Roman eben auch so wahnsinnig faszinierend Dieses nicht festlegen können.

00:27:08: Ja, es ist ein Roman der immer so bisschen in der Schwebe hängt oder man hat das Gefühl geht man jetzt zurück lässt man sich auf die Beziehung ein.

00:27:16: Eine Weile ist alles möglich und allgemein geht es viel um Potenziale und um Potentialitäten.

00:27:24: Und ich dachte aber vor allen Dingen wenn Baldwin selber sagt, das ist kein Roman über Queerness.

00:27:30: Das ist kein roman über Homosexualität.

00:27:33: Dann ist es einerseits natürlich auch so eine Geste des Selbstschutzes dann ist das wieder ein Versuch nicht festgelegt zu werden.

00:27:38: aber darüber hinaus verweist es natürlich darauf dass es auch um mehr geht.

00:27:42: und ich glaube einen ganz interessanten Aspekt fand ich tatsächlich diese Zerissenheit zwischen den Vereinigten Staaten und Europa.

00:27:50: Und man merkt tatsächlich die Perspektive des Erzählers, des Exilschriftstellers dahinter wahrscheinlich auch der überlegt aus der Ferne was ist da eigentlich in Amerika für den Amerika als Begriff Kategorie als Denkfigur.

00:28:06: Immer größer wird, je mehr er außerhalb lebt.

00:28:09: und er hat ja nun auch nicht ewig dort Zeit verbracht sondern ist immer wieder in die USA gegangen und hat immer über die USA geschrieben und so.

00:28:17: aber man merkt auf jeden Fall dass er sich hier auch fragt In dieser zeit nach diesem krieg was macht denn jetzt die usa aus?

00:28:24: Was macht dieses alte europa aus?

00:28:26: Und irgendwie hat man schon das Gefühl wenn er jetzt seiten wählen müsste Wenn ihr jetzt sagen würde was ist ihm wichtiger?

00:28:33: Es sind schon die USA oder sie sind so groß, die stehen für Hoffnung.

00:28:37: Die stehen für neue Anfangen und für bestimmte Form von Lebendigkeit und Vitalität.

00:28:43: also man merkt schon er hat natürlich jetzt nicht wie andere afroamerikanische Autoren gesagt okay ich Beziehe mich zurück auf ein altes Wissen.

00:28:52: Ich nehme Afrika als Kontinent in den Blick, sondern Europa war für ihn immer ein ganz wichtiger Bezugspunkt.

00:28:58: Gleichzeitig habe ich schon auch immer das Gefühl vielleicht ex negativ, aber irgendwie glaubt er doch sehr stark an Amerika und den amerikanischen Traum und ihm bedeutet dieses Land ungemein viel!

00:29:09: Und das merkt man gerade darin dass es irgendwie in den Gedanken immer wieder zurückkehrt.

00:29:14: Das ist so etwas Verdrängtes, was sich doch nicht ganz verdrängen lässt.

00:29:18: Ich meine, da kommen natürlich die biblischen Qualitäten auch wieder rein.

00:29:21: Da ist der Vater in den USA, der noch wartet.

00:29:23: Zudem man theoretisch zu jeder Zeit zurückkehren könnte und der das Geld auch noch hat was man sich zwar schon mal auszahlen lassen aber es ist dann wie in der Geschichte vom Verlornen so noch trotzdem noch da.

00:29:34: Aber andererseits sind die USA ja auch eine Art Verdrängungsland.

00:29:38: Denn in den USA kann man die Doppelideatität als closeted homosexual problemlos leben Wie uns David selbst schon beschrieben hat, da muss man dann eben Gewalt ausüben und dann fragt auch keiner mehr.

00:29:52: Weil wenn du Gewaltausübs bist oder stärkere und der Joey hat dann eben kann dich maximal traurig angucken und vielleicht spürst du irgendwo in deinem Herzen so einen Stich aber das ist schon alles in Ordnung.

00:30:02: konfrontiert mit deinen Emotionen, konfrontieren mit deiner Handlung wirst du in Europa weil da laufen nämlich Leute rum wo diese Einschüchterumstaktiken nicht funktionieren wo Leute tatsächlich Ja, oft an deine Gefühle appellieren und auch dich als ein Menschen der von Gefühlen gelenkt wird wahrnehmen.

00:30:22: Vielleicht möchte man nicht immer verstanden werden oder ich habe das Gefühl... Das anspruchsvolle ist diese seltsame Denkfigur dass man in den USA vielleicht mehr verstecken muss Auch hinter einer Fassade von Machismo wie du beschreibst Also eine Grausamkeit die als Männlichkeit verstanden wird.

00:30:41: Und wenn man jetzt hier nach Europa kommt da sind auf einmal Leute Die wollen sich irgendwie einfühlen, die wollen sich nähern.

00:30:47: Das ist aber auch irgendwie Gewalt!

00:30:49: Also ein Geom oder einen Jack diese seltsamen Typen, die immer so'n bisschen wie Pedophile und auch n bisschen wie Pimps wirken also die auf jeden Fall sowas Zuhältermäßiges immer an sich haben... ...die sind sicher feinfüdiger als ihre Entsprechung in den Vereinigten Staaten.

00:31:06: Die wissen auch um Innenleben Aber das macht sie nicht besser.

00:31:10: Und ich glaube er sieht in Europa so archetypisch eine Grausamkeit des Einfühlens.

00:31:17: also so wie man vielleicht heute manchmal über diesen therapy speak redet und dieses Gefühl ja auch wenn wir jetzt uns alle mit uns selbst beschäftigen und unsere Privilegien checken macht das für uns vielleicht nicht automatisch zu besseren Menschen sondern nur.

00:31:30: in unserer Grausamkeit reflektierter.

00:31:34: So ist vielleicht auch hier diese Annäherung an andere, irgendwas das ihnen erlaubt sie ein tiefer und schärfer zu verletzen.

00:31:42: also ich habe das Gefühl er traut dieser europäischen Sentimentalität wie man noch immer es beschreiben möchte nicht wirklich sondern erst dann auch ein großer Zweifler.

00:31:52: Es ist wieder dieses Schöne zwischen beiden Stühlenstehen was diesen ganzen Roman auszeichnet.

00:31:58: Es ist aber natürlich auch spannend, um sage ich mal unsere Europa-Amerika-Dualität abzuschließen.

00:32:03: Dass das Paris oder allgemein das Europa was bohlt und hier zeichnet auch vor allem von Amerikanern besetzt ist.

00:32:09: Das Paris scheint eine Stadt zu sein oder Europa scheint ein Kontinent zu sein, der vor allem von reichen Amerikanerinnen bevölkert wird.

00:32:17: Die was dann so in dreißig Jahren später die Trust Fund Kids sein werden, die die Romane von Brad Easton Ellis bevölkern das sind bei Baldwin halt jetzt diese Expatleute, die ziellos durch Paris stromern und man findet sich am Ende immer wieder selber.

00:32:31: Man bleibt dann doch untergleichen, man bleibt der Fremde auch wenn man versucht sich noch sehr einzugliedern.

00:32:36: Du hast natürlich völlig recht, das sind schon überall Expert-Figuren und es ist hier auch so eine Kultur die auf andere Weise eben Außenseiterstatus für sich stark macht.

00:32:46: Man gefällt sich da drin und ich glaube ihm gefällt das Nivellierende des Außensaiterstatus.

00:32:52: Ich glaube für ihn war dieses Denditoum dass er dann in Europa leben konnte sehr befreiend Und dass ja hier ein Fremder unter vielen ist einen Außenseite unter vielen.

00:33:02: Das ist eben ganz angenehm und das ist auch irgendeine Form von... Weißt du?

00:33:06: das befreien, neutrale Gleichgültige der Großstadt.

00:33:10: Die Tatsache dass man nicht wirklich als Individuum wahrgenommen wird sondern man ist Nachbar Nummer fünftausend oder der Mann der halt eben in die U-Bahn gestiegen ist oder sowas Das ist ihm auch irgendwie sehr wichtig.

00:33:21: aber er begreift auch dass das einen manchmal ja verloren gehen lässt also dass man in dieser Anonymität die hier versprochen wird Auch wie schon angedeutet so zu nichts werden kann.

00:33:33: Und diese Stadt ist ja irgendwie schön auch wahnsinnig hässlich, also man hat das Gefühl dieses so verheißungsvolle Paris.

00:33:39: Das muss auch irgendwie von solchen Menschen auf irgendeiner Ebene gerettet werden beziehungsweise.

00:33:44: Das sind halt die Detruenten, die sich dann halt irgendwie auf diesem Kadaver breitmachen.

00:33:48: Also wenn ich diesen Roman sehe, dann sind es auch Figuren, die alle ein bisschen wie Maden und Larven irgendwie auf dem großen Kadavor Paris sich breiten machen.

00:33:59: Ein Aspekt den wir noch nicht hatten.

00:34:00: Es ist ja auch eine True Crime Geschichte.

00:34:02: Du hast vorhin über Capote gesprochen und... Er beschrieb ja in Interviews, er hätte irgendwie so einen ähnlichen Fall gesehen.

00:34:08: Jemand mit dem sie erst in einer Bar waren der tauchte dann ein paar Tage später plötzlich in den französischen Nachrichten auf und war verhaftet worden sollte hingerichtet werden.

00:34:18: uns Giovanni wir erfahren es schon im ersten Kapitel wartet auf die Geotiene Und natürlich denkt man auch an sowas wie In Cold Blood und vielleicht denkt man da auch wieder an der Fremde und an diese Art von Tod der über allem liegt.

00:34:32: Wie hast du denn diese True Crime oder Diese Dension von dem drohenden Tod für Giovanni in diesem Roman wahrgenommen.

00:34:40: Ich hatte schon das Gefühl, es ging da vor allem um zu sagen durch unsere Entscheidung Führung gegen Liebe können wir auch Leben zerstören.

00:34:48: Beziehungen... Da steht viel mehr auf dem Spiel als uns manchmal bewusst ist.

00:34:53: Also so ein Pathos, der hineingetragen wird ins Zwischenmenschliche und ein Aufladen mit großer Bedeutung von vermeintlich alltäglichem.

00:35:02: Ich glaube diese Klinge die Dorota runter zu fallen hat für mich erst mal verhindert dass ich diesen Roman als den teilweise so angepräsent liebes roman überhaupt wahrnehmen konnte, sondern da war einfach dieses impending doom wie man auf englisch so schön sagt.

00:35:17: Dieses drohende unheil das schwebte für mich schon über die ganzen seiten und hat dieses paris auch eher so dunkelblau gefärbt und hatte es so ein bisschen bedrohlicher gemacht, wie du gerade auch schon sehr schön ausgeführt hast.

00:35:28: bald benutzt so ein paar ganz spannende techniken hier indem er David uns als Leser ihn immer mal ansprechen lässt und so Dinge sagt wie, ja wenn sie zu dem Zeitpunkt in Paris waren oder irgendwie in der Nähe von Paris warnt dann kennen Sie diese Geschichte.

00:35:42: Ja?

00:35:43: Und dann wissen Sie auch was ich Ihnen hier jetzt beschreibe.

00:35:46: Das fand ich ganz nett als Stilmittel.

00:35:48: Ich hatte aber nie das Gefühl dass es über eine Pseudo-Ordentitätsversicherung hinausgeht.

00:35:54: Ich hatte nicht das Gefühl, ich muss mich in die Bibliothek setzen und herausfinden was genau evtl.

00:36:02: sein können, weil es ist eben nicht in Kohlblatt.

00:36:05: Das wird denke ich auch klar dafür.

00:36:06: Es ist natürlich viel zu poetisch und blümarant aber es ist einfach nochmal ein weiterer Skillset was Baldwin gezeigt.

00:36:15: und eine weitere Möglichkeit finde ich wir uns so in seiner Erzählung umarmung nimmt.

00:36:22: Ja ich finde er macht ganz viele interessante Sachen auf der Ebene der Sprache zum Beispiel dieses permanente Verschmelzen von Individuen mit Gruppen.

00:36:31: Also dieses große Thema USA Europa drückt sich natürlich auch in Individualismus und Kollektivismus gegenseitig aus, also wir haben auf der ersten Seite schon einerseits Sätze wie my face is like a face you have seen many times.

00:36:45: Das ist einerseits ein Beton von Individualität, aber gleichzeitig auch natürlich eine Verweise auf den generischen Charakter eines spezifischen Menschen.

00:36:51: und später.

00:36:52: Er steigt dann in einen Zug nach Paris und dann verschwindelt er so mit den Menschenmassen.

00:37:13: Wir merken die handelnde Figur.

00:37:15: Ich, wir, jemand!

00:37:17: Die verschiebt sich die ganze Zeit und es geht auch immer darum hier läuft jemand rum dann verschmilzt er so mit der Gruppe Dann wird der Teil irgendwie dieses großen vielahmen Kollektivs um Guillaume und Jack Und wer auch immer da noch mitläuft?

00:37:28: Und dann ist man im Zweier Konstellationen Im Zimmer mit Giovanni oder man isst da eben halt irgendwo mit heller.

00:37:35: und ich glaube dieses permanente entstehen von so einerseits Individuen und andererseits diesen großen, vielahmigen Blobs von Menschen.

00:37:43: Das ist auf jeden Fall ein ganz spannender Effekt zu sehen!

00:37:45: Und das culminiert auch in diesem superfaszinierenden letzten Satz, in dem die Menschen so auf ihnen geweht werden, den ich ganz spannend fand... Sorry wenn ich das kurz zitiere, ich zitiare geradezu viel ... Man entkommt der Gruppe nicht, man wird wieder zurückgeworfen auf die.

00:38:07: Der Wind treibt einen in die Arme, der anderen die Kälte der Menschen... Die Kälste der Welt lässt einem die Wärme der Menschen suchen.

00:38:14: aber es ist auf jeden Fall so ein permanenter Bewegungsprozess weg von der Grupe in die Einsamkeit und zurück.

00:38:21: also Das Pendeln das Getrieben sein das geht ewig weiter Und David wird nicht mehr glücklich oder?

00:38:28: David wird immer wie so ein trauriger Satellit um die Dinge kreisen manchmal näher am Planet, manchmal weiter entfernt.

00:38:35: Aber ja wenn beide zusammenstoßen dann ist das eine Katastrophe, denn es ist Planetfall, dann ist es Moonfall und das ist auch nicht gut.

00:38:43: aber Da wird ein einzelner Stern weiter kreisen.

00:38:46: Nenn sie schon, dass du den großartigen letzten Satz der mir irgendwie auch bekannt war?

00:38:51: Also ich glaube das ist sowas was man unter die Topzehnen besten Letzte aller Zeiten irgendwo finden wird.

00:38:57: Ich sag mal diese Zusammenführung von dem Menschen und von dem Brief, den er da eigentlich gelesen hat Die fand ich eben auch sehr toll Weil es sind ja nicht nur die Menschen die auf ihn zurückgeworfen werden Sondern es ist auch der blaue Brief Den ich glaube Jack ihm geschrieben hat in dem eben Von der Drohne-Hinrichtungen und diese doppelte Verbindung eben einmal, du kannst den Leuten nicht entkommen.

00:39:18: Aber du kannst auch der Schulden nicht entkommen weil der Wind blowt.

00:39:21: ein paar der Briefteile die David Forsterrissen hat zurückzunehmen Das ist schon wirklich ganz, ganz hohe Sprachkunst.

00:39:29: Da geht man auch nur zu einem Wow aus dem Romano aus.

00:39:33: Nein ich seh's hier jetzt nicht, neunundsevzig liebe Leserinnen keine Angst

00:39:37: Ja allgemein war ich sehr beeindruckt von dir dicht.

00:39:39: Ich war beeindruckend von der Intensität der Gefühle wenn man so diese Texte anguckt, die zur neue Übersetzung erschienen sind.

00:39:47: Da waren auch mehrere dabei, die nochmal die Bedeutung für die Gegenwart irgendwie betont haben und ich finde das immer ein bisschen nervig ehrlich gesagt weil mir das selbstverständlich scheint.

00:39:57: Das ist ein Roman der in sich so lebendig, zornig, wütend, zweifelnd unversöhnt ist.

00:40:05: Der kann nicht zu Ende gehen, es gibt keine Zeit in der diese Zweifel irgendwann aufgelöst sind.

00:40:11: Sondern er erzählt von ewig nagenden Widersprüchen und von einem Schmerz den ihm als vergeht und den wir auch alle auf die eine oder andere Weise schon gespült haben.

00:40:19: Und solange es einen Menschen gibt, der an einen anderen denkt und der eine Distanz zwischen sich und diesen Menschen erlebt hat dieser Roman ein Wert.

00:40:28: also man sollte ihn immer noch lesen auch wenn er in manchen Kreisen vielleicht zu sehr als Symbol verstanden wird.

00:40:36: Er hat genug Eigengewicht, er hat genug innere Stärke und innere Widersprüche um glaube ich ja immer.

00:40:43: also weißt du so wie so Magneten sich abstoßen und da irgendwie eine Kraft wirkt.

00:40:47: das ist ein Roman aus dem immer noch sehr viel Kraft wirk.

00:40:51: Ich möchte vielleicht zum Abschluss, weil du auch auf die Symbolhaftigkeit des Textes an sich hingewiesen hast.

00:41:20: Coming Out hat in den neunzigern früh in zwei tausend.

00:41:23: Ich würde jetzt natürlich nichts weiter sehen, aber er hat auf jeden Fall irgendwann sein Coming-Out.

00:41:26: und es gibt in der Stadt und er lebt eben einen queeren Buchladen namens Giovanni's Room Und er kauft dann in Giovannis Room seine Ausgabe von Giovani's Room Weil natürlich der Text auch damals schon so ein gewissen Symbolcharakter hat So ein gewisser Initiationscharakter.

00:41:42: Es ist der Room of One's Own Aber nicht so positiv, oder?

00:41:46: Also da ist schon natürlich eine Verwandlung.

00:41:48: Das ist auch die Magierkiste aus der man dann irgendwie als neues Wesen aufersteht.

00:41:53: aber es ist auch ein Ort den man zurücklassen muss.

00:41:57: Irgendwie ein Status einen Übergangsstatus der nicht ewig wehren kann.

00:42:01: also alles hier drin ist vergänglich und temporär und das ist wahrscheinlich einfach dass

00:42:06: David ist so sieht, oder?

00:42:08: Also ich kann mir auch einen Roman vorstellen.

00:42:10: Der eben sagt die Flucht ist möglich das Leben in diesem Zimmer wäre möglich weil Das geht zurück auf deine Beschreibung sag ich mal des Individualismus in diesen romanen.

00:42:20: der roman Die erlebnisse die david hat machen ihn ja ständig angebote sich als teil von etwas zu sehen.

00:42:26: dass geht damit los dass er sein Gesicht so langsam in der Schalbe erkennt.

00:42:31: da könnte man eine identität feststellen Man könnte sich als Teil Pets in Amerika fühlen, das tut man aber auch nicht so richtig.

00:42:38: Sondern man möchte auch einen wie du schon gesagt hast dieses gewisse Außenseiter tun immer lieben und Giovanni's Zimmer das Titel geben ist ja die finale Möglichkeit wo man eine Identität neu begreifen kann oder bekommen kann.

00:42:51: Und auch von der wird er sich ja wieder los sagen indem er dann sicherlich auch den berechtigten Zweifel anstellt uns zu Giovanni sagt Wie stellt sie das denn vor?

00:42:59: sollen wir hierzu zweit leben?

00:43:01: Ich glaube schon dass es vor allem David ist Der hier sagt, es kann nicht gelingen.

00:43:06: Weil er das auch nicht zulassen möchte?

00:43:08: Ja natürlich auch jemand wie Baldwin der ja auch diese ewig unglückliche Liebesbeziehung eben zu seinem Schweizer geführt hat weil der ja immer in anderen Beziehungen gelebt hat.

00:43:21: Er hat auch ich glaube dreimal geheiratet und Ja, ich weiß nicht.

00:43:25: Ich musste so ein bisschen an die Endszene von Brokeback Mountain denken, an irgendwie diesen Fetisch-Charakter und es ist ja auch wieder einen Moment in dem er den Spiegel geblickt wird, indem keine Konkurrenz mit sich selbst hergestellt werden kann.

00:43:38: also... Es scheint mir schon ein Roman zu sein der doch auch wenn man da was rauslesen will sehr stark der finalen Einsamkeit der Menschen erzählt und das kann man natürlich ablehnen.

00:43:50: Ich würde es nicht nur der Figur unterschieben, ich glaube schon dass Baldwin das auch selber so empfunden hat und ich glaube das war ein großer Schmerz aber es waren natürlich auch eine große Freude.

00:44:01: er hat es verloren aber es blieb auf irgendeiner Weise immer da und dieser Mensch hat ihn bis zuletzt etwas bedeutet.

00:44:07: also ich mein... Der Roman ist ja wenn ich das richtig in Erinnerung habe auch ihm gewidmet.

00:44:12: Es ist auch Minnegesang irgendwie klar.

00:44:14: Es ist ein Minne-Gesang, irgendwann ist die Distanz überwunden worden.

00:44:16: es ist keine unmögliche Liebe aber das ist eine Liebe die dann irgendwann unmöglich wird und es ist der Schmerz der Distanz die nie ganz aufgelöst wird.

00:44:24: Nächste Woche wütten wir uns keine reichen Kindern, die in Europa rumhängen.

00:44:28: Die aber eigentlich US-Amerikanerinnen sind sondern wir widmen uns reichen Kids von US Amerikanern, die auch tatsächlich in den USA rumhängen.

00:44:36: Wir wollen das Phänomen Dime Square ein bisschen näher beleuchten und das machen wir natürlich zusammen mit einem Gast Mit der Maria, die kennt ihr schon aus zahlreichen Folgen Und sie hat zwei Bücher für uns ausgesucht nämlich einmal My First Book von Honor Levy.

00:44:50: Das ist könnte man sagen eine Kurzgeschichtensammlung als denn ein vollständiger Roman und Lost Lambs von Madeline Cash auch kürzlich ins Deutsche übertragen.

00:45:01: Das wird glaube ich richtig.

00:45:02: was werden, mal mit den hippen recht neu rechten Kids der USA rumhängen und gucken was die literarisch so können.

00:45:08: Ob sie überhaupt was können?

00:45:09: Da werden wir auf jeden Fall auch unsere maximale Sympathie auskübeln können.

00:45:13: alles tolle Wolle poppen?

00:45:16: Ja, da ist die Frage.

00:45:18: Ob man vielleicht nicht doch lieber davor nach Europa fliehen möchte als mit ihnen in New York rumzuhängen?

00:45:23: Aber ja es wird um Times Square gehen und ich bin sehr gespannt wie das ist!

00:45:27: Vielen Dank fürs Hören, tschüss und bis zum nächsten Mal!

00:45:30: Au revoir.

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