Folge 64: Life of M (Rachel Cusk)

Shownotes

Ein Schlüsselroman, mal wieder. Eine Mischung aus Essay und Roman. Rachel Cusks "Life of M" gehört zu den meistdiskutierten Büchern des Herbstes. Das Leben der Schauspielerin M, unter dem Mikroskop der Literatin. Unschwer erkennbar sind die Parallelen zwischen M und Natalie Portman. Ein Roman über den Preis des Ruhms, unser Verhältnis zum Starkult, geschildert in ultra präzisen Sätzen. Maria und Lucas diskutieren angeregt und ein Hund meldet sich auch zu Wort.

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Transkript anzeigen

00:00:01: Schille stippen, tirillieren es von den Stadtmauern.

00:00:03: Ein Schlüssel-Roman ist in der Stadt!

00:00:05: Endlich wieder ein Roman erklefft, der das Bedürfnis nach Boulevard und Gossip unter den Viertelnisten und Hochkulturlernen befriedigen kann – ob Mephisto oder Tour deines Kritikers noch Wach oder der Teufelträgt Prada Literaturbetrieb und Leser schafft.

00:00:16: lieben den Kurzschluss zwischen Fiktion Und Leben.

00:00:19: alle Zutaten sind da.

00:00:21: Eingroßer Filmstar Eine angesehene Autorin Gerüchte Verweigerungen Berüchtige Freundschaften und Allianzen Ein Rückzug.

00:00:28: Das Schweigen M von Rachel Kask präsentiert sich als ein großes Scheitern.

00:00:34: Eine Autorin soll über eine erfolgreiche Darstellerin schreiben, nicht wirklich Gerüchten zufolge Natalie Portman sein, man erkennt Leon der Profi Black Swan und Vox Lux.

00:00:57: Man erkennt ein chaotisches Schillern des Paris Eine andere Erzählstimme mit ihrem kranken Partner, ein Ich das in einem Wirfeld Öffentlichkeit und Privates fließen zusammen.

00:01:08: Stieben auseinander sind Eins und unvereinbar.

00:01:11: Realität Identität Begriffe die bei der britisch-kanadischen Schriftstellerin Rachel Cask bekannt unter anderem für ihre Outline Trilogie zwischen den spiegelten Oberflächen unserer Zeit zerrieben werden.

00:01:21: Auch das neue kurze Buch rotiert suchend um ein leeres Zentrum verzweifelt auf der Suche nach der Luft zwischen Maske und Gesicht Mit einem Menschen, was lässt es von ihm übrig?

00:01:32: Welche Grausamkeit lauert hinter Oberflächenglanz.

00:01:36: Wir haben den viel diskutierten Roman gelesen und wir das sind heute Maria oder Joschka ja.

00:01:41: Hi!

00:01:42: Und ich Lukas Bawenczyk.

00:01:44: Finn Benkhardt ist heute nicht da.

00:01:45: Er ist nichts hinter der Maske verschwunden.

00:01:49: Wir werden heute auf jeden Fall verzichten müssen aber in der nächsten Folge ist er wieder dabei.

00:01:55: Ich finde das ganz interessant, dass es hier auf einmal um Natalie Portman geht.

00:01:59: Irgendwie nicht der Filmstar, der für mich immer so wahnsinnig präsent-wahnsinnig groß war aber natürlich jemand, der einen schon lange begleitet seit der Kindheit mit zum Beispiel ihrem Auftreten ins Star Wars Episode I. Hattest du vor diesem Buch irgendeine Form von besonderer Beziehung zu ihr?

00:02:16: Also ich habe tatsächlich alle Filme gesehen die Du jetzt in Deiner Einleitung erwähnt hast und sie auch... in der Live of M referenziert werden, also Leona Profi Black Swan und hier Vox Luxe.

00:02:34: Es hat mich ein bisschen überrascht und vielleicht kam der Film auch zu spät.

00:02:37: Das Projekt ist schon länger, und Kai konnte das deswegen nicht einfügen.

00:02:41: Es hat mir etwas überrasacht, dass der letzte Film von Todd Haynes, wo Natalie Portman eine Schauspielerin gespielt hat, die ein bisschen Method action will, ausgerechnet der nicht vorkam, weil gerade das für mich einfach ein sehr reicher Text ist über die Gewalt von Berühmtheit und die Gewaltung von Schauspielen.

00:03:01: Also ich habe definitiv einen Besuch zu Natalie... als Filmschauende.

00:03:05: Ich finde es eine interessante Wahl gerade deswegen, weil Natalie Portman halt so skandalfrei ist und da eigentlich ein sehr kontrolliertes öffentliches Auftreten hat also gerade weil sie nicht larger than live ist sondern eigentlich eine Art von Prominenz darstellt die vielleicht mittlerweile nicht mehr wirklich da ist oder Haltung für die nicht mehr die Bedingungen herrschen.

00:03:30: Ich finde es eine interessante Wahl und gleichzeitig denke ich auch, dass vielleicht der Romant sich nicht wirklich einen Gefallen damit getan hat oder Russell Cusk sich nicht richtig damit ein Gefallen getan hat das so klar zu referenzieren.

00:03:45: So einerseits wegen ihrer Art des autofixionalen oder halt dieses Blurring the Lines vollkommen nachvollziehbar, aber es lenkt halt ab.

00:03:55: Es lenkt glaube ich ab von dem was Rachel Kask glaube ich will und das ist Stabilitäten zu stabilisieren und irgendwie die Referenz auf Charakter infrage zu stellen oder Reisika zu entkernen.

00:04:11: Das passt nicht so in den Schlüssel Roman.

00:04:13: Das ist gerade das Gegenteil für einen Schlüssel roman.

00:04:16: Ja, das ist auf jeden Fall ein interessanter Widerspruch.

00:04:19: Jetzt eine derart große Persönlichkeit in ihre Karriere in ihr Schreiben krachen zu lassen wo sie doch zuletzt schon tendenziell bemüht war klassische Plots und Figuren zunehmend verschwinden zu lassen.

00:04:31: Also ich glaube die Geschichte von Rachel Kask war zuletzt eine Reduktion, sie hat immer mehr aus ihrem Werk genommen und hat es immer wager und immer abstrakter gemacht.

00:04:40: Und ich finde auch das ist ein Roman von besondere Abstraktion aber du sprichst es schon an!

00:04:45: Ich habe auch die ganze Zeit am May-December von Todd Haynes gedacht der ja gerade auch Natalie Portman zusammen bei Sammensein eben von Julian Moore dieser Beziehung Schauspielerin und ihr Gegenstand Identitäten verschwimmen lässt, die sie auch spiegelt.

00:05:05: Und Position tauschen lässt und so.

00:05:07: das wäre ja.

00:05:08: es ist ja wirklich so einfach ein Komplementärwerk.

00:05:10: oder als hätten sich da draußen unabhängig voneinander Künstler entschlossen ein ähnliches gegenständliches Werk irgendwie zu schaffen.

00:05:20: und ich muss aber sagen Die Kälte dieser Welt hat mich nicht gestört.

00:05:28: Aber ich fühlte mich in diesem Roman, wenn es das Innen ist... Das könnte ja irgendwie alle mögliche Formen sein.

00:05:34: Ich finde, dass es am ersten eigentlich so eine Art Essay, wenn man ehrlich isst.

00:05:39: Wir drehen die ganze Zeit um diese Figur und diese Nichtfigur, um diese Natalie Portman, wie das manche dann ganz clever als Wortspiel eingebracht haben.

00:05:49: Und was mich am meisten irritiert, frustriert ist.

00:05:54: Vielleicht ist es intenzional?

00:05:55: Vielleicht das ist ein Scheitern der Autoren... ist das Gefühl, dass sie gar nichts findet.

00:06:00: Also die ganze Zeit Erklärung Ansätze Angebote macht Analysen über Analysien Wenn man ehrlich isst Da gibt es ja ganze Kapitel.

00:06:08: Die sind im Endeffekt nur der Versuch zu beschreiben Was ist das für ein Mensch?

00:06:12: Was hat Grümtheit mit ihr gemacht Ihre frühe Kindheit Mit so was wie Leon der Profi Die seltsame Sexualisierung in der Jugend.

00:06:19: Was macht das mit Frauen vor allen Dingen?

00:06:22: also ich glaube das Weiblichkeit Mutterschaft und so Das waren ja schon immer wichtige Rachel Cask Aber es fühlte sich an wie ein Battle-Rapper, der nicht so richtig etwas bei seinem Gegner findet.

00:06:35: Ich hatte nie das Gefühl jetzt habe ich was Neues verstanden, weder über Natalie Portman als Gegenstand noch über die Natur von Berühmtheit oder die Identität im XXI Jahrhundert.

00:06:48: Das ist vielleicht irgendwie das befrustrierenste Gefühl.

00:06:49: Hattest du auch – ich möchte mal nennen – einen Gefühl von Frustration bei diesem Roman manchmal?

00:06:56: Frustration ist vielleicht nicht das richtige Wort, weil ich one way or the other nicht wirklich irgendwie so ein krasser emotionaler Reaktion drauf hatte einfach.

00:07:07: Aber ich kann nachvollziehen wo sie was gefehlt hat glaube ich, weil Ich nicht das Gefühl habe dass dieser Roman Essay Mischform mir irgendetwas wirklich Neues über die Natur von Schauspiel oder die Natur Von Berühmtheit erzählt hat.

00:07:22: Mhm.

00:07:23: Im Gegenteil habe ich das Gefühl, es gibt auch Passagen die sind dann durchaus recht... tradiert, recht klischiert.

00:07:29: Also gerade wenn man da zum Beispiel mit der M mit vielleicht Natalie Portman irgendwo so in Theaterkreisen steht und es geht zu ein bisschen die Beziehung der großen Schauspieler zum Theater- und der Theaterschauspieler zum Film.

00:07:42: Und dann steht da noch irgendwie der Theater Regisseur, der Trainer, der Coach, der Schauspullehrer... Das Gefühl bei diesem Roman war schon eins der Frustration.

00:07:56: Ich hatte das Gefühl, Rachel Cusk kriegt was auch immer ihr Gegenstand ist.

00:08:00: Ob das jetzt das Statue an sich, ob das jetzt nette Deportment ist?

00:08:03: Ob das ein Identitäts-, ein Charakterverlust in der Gegenwart, einen Zerstauben in die Welt... Das Individus ist, sie kriegt es nicht zu fassen.

00:08:12: Sie dreht sich darum und bietet ganz viele Angebote.

00:08:15: Sie schreibt viele Bedeutungsschwangere auch irgendwie formvoll endete.

00:08:19: Ich finde sehr schöne, sehr klinisch strukturierte Sätze aber ich habe nie das Gefühl dass ihr am Ende irgendwas in den Händen hält.

00:08:25: Geht ihr das anders?

00:08:26: Teilst du einen Teil dieser, bei mir war es am ersten eine Frustration?

00:08:30: Das Gefühl jemand weiß das ist so ein bisschen wie einem Sportler zugucken der's nicht schafft seinen Überschlag zu machen und immer wieder irgendwie ungelenkso auf der Schulter landet oder so.

00:08:41: Also an der Stelle würde ich sagen dass dieses was man als Scheitern angekommen ist schon auch einfach in der Idee oder Struktur von diesem Text angelegt ist.

00:08:53: Und wo du jetzt gerade so einige der Formvollendeten Sätze angesprochen hast, ich finde das ist eine Ebene auf der man den Text sehr gut lesen und auch genießen kann.

00:09:03: Einfach wirklich von Satz zu Satz dass man sich da die Nuggets raus sucht sie vielleicht ein mehr beschäftigen oder interessieren.

00:09:14: Das ist ein Werk, das ist ein Text der sich aktiv gegen Teleologie entschieden hat.

00:09:19: Also Gegencoherenz oder Charaktercoherenzen, narrative Coherenz entschieden hat.

00:09:23: insofern kann es diese Befriedigung wirklich irgendwie ins Bullseye zu treffen und etwas halt so wirklich technologisch zu Ende zu führen eigentlich gar nicht bieten.

00:09:35: Aber greifen nicht viele dieser Sätze schon auch irgendwie nach so einer großen Erkenntnis nach der Epiphanie?

00:09:40: Oh ja!

00:09:41: Weil das schien mir schon auch an angelegt zu sein, dass man viele dieser Sätze doch lesen soll und dann sagen so, ach ja jetzt habe ich aber das Wesen des Statums irgendwie verstanden.

00:09:53: Also ich verstehe, dass das Scheitern angelegt ist.

00:09:55: Es endet damit, es betont das, es weiß darum – es ist auch ein Roman der sich gegen die Wand gelaufen liest, er endet plötzlich ohne ein großes Final oder so.

00:10:08: Und trotzdem habe ich das Gefühl, wenn wir sagen auf der Ebene von Einzelsätzen er will aber auch schon so diese Nicht-Taturfegen-, aber die Zitierfegensätze oder die, die man dann später vielleicht in sein Filmessay einwebt.

00:10:24: Da würde ich Sie ja auch definitiv zustimmen.

00:10:26: also... hat einige so wirklich sich absolut lesende Aussagen, sie halt auch wirklich eben gar nicht den Frame des fiktionalen Brauchen oder diesen Frame des Fiktionalen wirklich missachten oder nichts draus machen.

00:10:40: So... Nicht alle letzten davon sind gut.

00:10:42: und worüber ich jetzt gerade stolper im Hinsicht auf die Artikel, die ich sonst über den Roman gelesen habe, über seine theoretisch oder angeblich sehr radikale Form ist das auch wenn sich das schlecht oder nicht gewinnt bringt, als Romanlesen lässt.

00:11:01: Weil es gegen Regeln des Romans und der so sehr narrativen Teleologie oder der Charakterintegrität verstößt haben wir ja doch sofort im Fortschritt Im Vorgespräch einen formalen Referenzpunkt dafür gefunden, wie der Text funktioniert oder funktionieren könnte.

00:11:18: Nämlich den Essay.

00:11:20: und Essay das ist ja schon im Wort angelegt.

00:11:22: Der Essay ist ja ein Versuch da ein Essays was anderes als eine wissenschaftliche oder halt in weitesten sind akademischer Abhandlung.

00:11:31: Ein Essay is etwas was durchaus an finished design.

00:11:35: also warum sagen warum sie viel nach letztes Maria heute was durchaus Unfertig sein kann, dass sich Durm durchaus verirren oder Produktiv verirrern kann.

00:11:46: Und insofern läuft es so.

00:11:48: ein bisschen der behaupteten Radikalität, die vielleicht irgendwie gar nicht Rachel Kastke selbst behauptet, sondern die Rezeption dieser Radikalitäten läuft es zuwider das es durchaus eine Form gibt in der sich dieser Text lesen lassen kann und anhand der wir gegenwärtig beurteilen, nämlich wenn es ein Essay ist sind die Gedanken darin wertvoll.

00:12:14: Und darauf haben wir halt eine relativ unkompliziert oder unproblematische Antwort.

00:12:20: manche ja und manche nicht.

00:12:22: Es sind dann doch eher wenige, die bei mir geblieben sind.

00:12:26: Aber ich finde das Ganze interessant.

00:12:27: ja es ist auf jeden Fall ein Essay!

00:12:29: Es ist irgendwie doch in weiten Teilen der Versuch irgendwas beschreibend näher zu kommen.

00:12:34: Wir haben in den USA diese lange Tradition des Personal Essays.

00:12:37: Ich würde sagen dass es am ehesten einen Impersonal Essay beziehungsweise es ist so zwischen den Dingen Es wird einmal am Anfang über ein Buch gesprochen It possessed a deep and unmistakable authority, the authority of an object.

00:12:53: Genau daran muss ich auch denken!

00:12:55: Und

00:12:55: das ist glaube ich auch die Intention dieses Buchs.

00:12:58: oder es geht darum so zwischen den Tönen anzukommen irgendeine Zwischenwelt zu finden und dass es vielleicht das Radikale was sie sucht etwas das nicht einordnbar isst das Erwartungen unterläuft das Leute ein bisschen durch den von dem Kopf stößt das auch.

00:13:13: Ich glaube es geht bei ihr auch stark darum diese Erwartung Das, was im Kulturkreis dann immer noch die weibliche Autorin ist zu unterlaufen.

00:13:21: Also sie möchte auch so eine bestimmte Härte, sie möchte eine bestimmten Grausamkeit... also hier in diesem Roman wird so

00:13:28: viel... Ja cool Tee das kommt so oft vor!

00:13:29: ...das ist

00:13:30: so ein zentraler Begriff.

00:13:31: Sie will grausam, Sie will irgendwie harsch sein, sie will sagen unter unseren Leben da sitzen die Dornen, da sitzt das Feuer, dass brennt.

00:13:39: und Was mich aber skeptisch macht und was für sie für mich dann doch zeitgeistig gemacht.

00:13:44: Was mir das Gefühl gibt, Sie schreibt vielleicht auf irgendeiner Ebene dann doch eher für die Buchklubs von Dua Lipa und Anthony Jazzelnack als irgendwie für eine irgendwie auch geartete intellektuelle Leserschaft ist dieses super starke Psychologie-Sieren!

00:14:00: Weil wenn wir uns die Gegenwart angucken, dann ist es ja oft eine Sammlung Traumplotz von Psychologisierung, das Gefühl wir müssen irgendwie zu den Seelen der Menschen vordringen.

00:14:14: Eine Psychoanalysierung auch immer noch in breiten Flächen und ich hatte schon das Gefühl In diesen Beschreibungen von Lehren Zentrum vom zerstäubten Individuum Das ließ sich dann doch an vielen Stellen auf merkwürdige Weise wie so eine Art Therapie Sprech wie Therapie an sich.

00:14:35: Hattest du das Gefühl auch oder bin ich damit ganz allein?

00:14:37: Weil, ich dachte die ganze Zeit so... Boah!

00:14:39: Ich hab schon das Gefühl da sitzt jemand hier mit dem Klemmbrett auf der Couch und versucht irgendwie einen Menschen zu verstehen.

00:14:46: Ja, ich weiß was du meinst.

00:14:48: Und ich glaube das was du so zwischendurch erwähnt hast nämlich diese Stelle mit der Authority of an Object und den Traumaplot Das ist ja gerade der Hintergrund des Buches.

00:15:00: was ich glaube Natalie Portman quasi Natalie Portmann oder halt die Eifigur.

00:15:08: das wurde auf sie sich beziehen Nämlich das Buch.

00:15:11: was dem dieser Autorität eines Objekts nachgesagt wird, ist eine Autobiographie von einem Vergewaltigungsopfer die sich selbst als entkernt und ob exifiziert wahrgenommen hat im Moment.

00:15:26: Und in dem Nachspiel von einem extremen Trauma.

00:15:29: In der Spieglung

00:15:30: davon ist der Filmstar Natalie Portman auch irgendwie ein Anführungszeichen.

00:15:35: Ich will diese Dramatik nicht wirklich vergleichen aber ich sehe das Buch da den Abgleich ist auf irgendeinem Ebene eine Vergewaltung.

00:15:41: Ihr wurde Gewalt angetan sie so jung, indem sie früh in ihrer Kindheit zum Objekt der Betrachtung geworden ist.

00:15:49: Indem sie z.B.

00:15:51: mit Luc Besson am Set rumhängen muss und ich meine das ist jemand von dem nachher dann auch tatsächlich konkrete Anschuldigungen aufgekommen sind und es sollten ja auch Sex-Szenen oder zumindest Intention zu Sex in diesem Film stattfinden.

00:16:05: also mein Gefühl war schon dass Sie an diese Ur-Szene sehr viel liegt und dass sie auch diese beiden Bücher irgendwie vergleichen will, diese beiden Erfahrungen.

00:16:14: Ja ja und ich glaube deswegen ist auch Natalie Portman als Inspiration für dieses Buch da überhaupt reingekommen weil so wie ich jetzt Natalie Portmann als öffentliche Person kenne oder erlebt habe ist das sie dem schlimmsten irgendwie davor gekommen ist nicht wirklich Glück gehabt hat, aber halt so weil sie mit dem Schlimmsten irgendwie konfrontiert war.

00:16:40: Da haben wir da halt vorbeigeschraubt ist.

00:16:42: einerseits weil ihre Eltern sie durchaus auch geschützt haben andererseits weil sie selbst für sich eine gerade so Unnahbarkeit oder so ein Schild um sich herum gebaut hat, damit sie das Schlimmste von sich abhalten kann.

00:16:58: Also ich glaube in einem öffentlichen Auftreten der Aura, dem Image von Natalie Portman liegt ja schon drin.

00:17:05: So ist es also dieser Moment von einem möglichen Trauma.

00:17:10: und dann halt aber auch eben in der Auswahl Also die nette Report mit da gemacht hat sie im Buch referenziert werden.

00:17:20: Da ist ja so sexuelle Übergriffigkeit und Traumatisierung auch immer ein Punkt, nicht nur in der Profi oder in der Produktionsgeschichte sondern auch in Black Swans.

00:17:30: Sexuellen Übergriffigkeiten wo halt Vincent Cassell mitgespielt hat also dass man seinen Körper und sein selbst irgendwie als Ballerina veräußern muss.

00:17:41: und Black Swan ist ja ein Film gewesen der diese Parallel setzt von der Kunst des Balletts und des Schauspiels durchaus von einem Wollte oder halt irgendwie die Verwischung der Grenzen.

00:17:51: Und dann halt ganz, ganz stark Vox-Lux wo man sich in diesem Plot mit dem Amoklauf in der Schule hat und wir dann der fortwährenden Entkernung dieser jungen weiblichen Protagonisten zu sehen sie irgendwann nicht mehr jung ist und dann in ihrer entkernten Finalform angekommen ist als Popstar quasi keinen selbst mehr hat, sondern der komplett entgrenzt ist und wobei es keine Grenzen gibt.

00:18:20: Das was eigentlich das Selbstwähre komplett überschäumt ausgerechnet gespielt von Natalie Portman.

00:18:25: also ich finde ihre Filmografie in den letzten Jahren auch mit Madness Summer sehr interessant in der Hinsicht.

00:18:32: Was mir aber auch noch einfällt zu dieser Autorität des Objekts.

00:18:36: Ich meine, ein Großteil von diesen Texten sind ja Raumbeschreibungen und diese Raumbescheidungen saugen so ein bisschen dieses Defizit von Charakter oder der Defizite von Identität komplett in sich auf was sonst die Figuren oder Nichtfiguren auszeichnet.

00:18:54: Diese Räume haben Geschichte und Charakter und Signifikanz.

00:18:59: sie Repräsentieren irgendetwas, sie stehen auch im Widerspruch zu einer zu früheren Präsentation von irgendwas so.

00:19:08: Das sind die Skursobjekte, die eigentlich sehr viel mehr Agency haben als viele der... Hallo Hund!

00:19:22: Also das sind eigentlich die Skursobjekte, die mehr Diskussive Agents haben in dem Sinne als die entkernte Schauspielerin.

00:19:31: Die sich selbst entkerne der Autor innern Figur und dieses Defuse wir.

00:19:37: Ja, wir müssen vielleicht auch wirklich noch mal diese verschiedenen Perspektiven über diese... Diese Ich-Erzählerinnen, über dass die ASS Perspektive irgendwie sprechen, aber ganz kurz noch dazu.

00:19:51: Mir ist auch aufgefallen sehr viel Innenräume, sehr viel der Versuch Menschen durch die Welt, die sie umgibt halt irgendwie zu schildern.

00:19:58: Auch dieses Paris Ist ja immer eine Spiegelung vom Inneren.

00:20:02: Ich habe das Gefühl Entäußerungen heißt in diesem Fall Ja wirklich man läuft so langsam auf und füllt Umgebung auf und verliert dabei sich selbst.

00:20:11: Und wir sehen ja auch immer Die ganze welt begegnet ihr immer als spieglung ihrer selbst.

00:20:16: Ganz konkret In einer Szene, in einem Buchladen, wo die Verkäuferin exakt aussieht oder sehr ähnlich ausseht wie Natalie Portman.

00:20:25: Wie M., aber sie nicht erkennt?

00:20:29: Also so wie bei Rachel Kask, die Menschen sich selten selbst erkennen und gerade im Moment ihrer größten Macht eigentlich am machtlosesten sind oder am schlechtesten in der Lage, die Strukturen, die Mächte, die sie steuern zu begreifen... Dann ist da irgendwie eine Wespe, weißt du das ist so ein bisschen wie die Ameisen beim Picknick oder so in der Literatur.

00:20:49: Man hat schon das Gefühl sie sind überall auch die Wiederworsten und die Stachel dieser Existenz.

00:20:54: Ich fand deine Beschreibung von Vox Lux interessant weil das für mich ja auch ein Film war darüber Was in Pop-Kultur, was in Statuen so für ein Schrecken liegt.

00:21:06: und wir sehen da ja wie aus dieser Amoklauferfahrung einen Star erwächst.

00:21:10: Wir haben immer wieder sehr diese Andeutung dass es fast etwas religiöses oder satanisches ist.

00:21:15: gerade dieses letzte Konzert Also ist ja auch sehr von religiöser Symbolik irgendwie übertragen.

00:21:23: Und ich hab das Gefühl, dass es hier alles nicht drin... also dieser Bezug des Stars als so eine Gottheit der Moderne die wir auch bei vielen Autoren und Autorinnen haben oder gerade auch bei Leuten, die versuchen Star-Tunen zu beschreiben.

00:21:36: So Das sind neue Ho-Priester!

00:21:38: Da sind neue Könige!

00:21:39: Das ist neuer Adel!

00:21:40: Das is' hier alles NICHT drin, oder?

00:21:43: Ich habe das Gefühl Es hat hier eigentlich kaum noch was Asperationales Und es liegt auch daran, dass sie versucht das mit der Frage der Weiblichkeit abzugleichen.

00:21:52: Es geht immer darum, dass man als Frau in dieser Welt wie du schon auch beschrieben hast sich verteidigen und schützen muss, die selbst macht, dass ihr hat selber so Gespräche mit jüngeren Schauspielerinnen, denen sie beibringt nicht versehrt zu werden.

00:22:08: Und es geht viel um die Punkte wo Sie hätte scheitern können und so... Es geht glaube ich auch darum ein bisschen davon zu erzählen Das Weiblichkeit, egal wie hoch sie in den gesellschaftlichen Rängen oder in der Logik des Kapitalismus steigt immer noch eine fragile Qualität behält.

00:22:25: Oder das schien mir auch ein Punkt dieses Buchs einfach zu sein?

00:22:29: Ja ja also... Auch die haben dieser ganze Punkt von Perfomativität.

00:22:34: So einer der interessanteren Gedanken, die oft wiederholt werden in der Life of M und die mir in der Erinnerung geblieben sind ist ja dass die M-Figur Meistens, nicht immer aber meistens denkt das sie eigentlich authentischer ist als Schauspielerin.

00:22:53: Als die Leute um sich herum sie keine Schauspielenden sind und deswegen nicht wissen dass sie performen und wie sehr sie performe.

00:23:00: Und es ist natürlich auch so quasi eine Pathologisierung oder Psychologisierung immer noch dabei.

00:23:08: Also ich denke schon, dass das Buch den Punkt macht, dass dieses Schausspieler innenfigur leidet an ihrer Entkernung und einsam ist.

00:23:16: Aber gleichzeitig, dass es auch versucht den Punkt zu machen das es so ein fundamentale Daseinsbedingungen ist, das performt wird und dass diese Erkennung eigentlich Resultat von der starken Luzidität ist.

00:23:34: Es lässt sich wahrscheinlich gar nicht vermeiden oder?

00:23:37: Als würde sie wirklich eine Alternative zu dieser Welt sehen sondern Sie beschreibt das schon als Wir haben einmal diese Beschreibung, dass die M-Figur wenn sie nachts einschlafen will sich so Betonmauern, so Ziegelmaueren bis zum Horizont vorstellt irgendwie.

00:23:54: Und ich habe schon auch das Gefühl es geht auch irgendwie darum sich mit der Unvermeidbarkeit dieses bestimmten Dispositivs dieser Erfahrung zu arrangieren oder?

00:24:04: Ich hab nicht das Gefühl, dass das ein Buch ist, ein Roman ist, der versuchen will zu suchen... wie es anders sein kann, sondern das geht erst mal um die Härte der Wirklichkeit.

00:24:16: Ja und vor allem haben wir auch viele Stellen wo also die berühmte Figur, die Schauspielerin-Figur für sich selbst anerkennt dass sie es gar nicht anders will.

00:24:27: Dass wenn sie eine Alternative hätte, dass wenn sie irgendwie dieselbe Person aber mit breiteren Hüften in einem Buch laden sein könnte sie das nicht wollen würde.

00:24:37: Was ich mich gefragt habe Gerade in der Beschreibung am Anfang geht es ein bisschen um die Beziehungen von, der ich Erzählerin von Rachel Kask wahrscheinlich zum Film.

00:24:49: Und man hat schon das Gefühl da klingt ein großes Misstrauen raus gegenüber diesem Oberflächen-Medium.

00:24:57: Ich habe mich die ganze Zeit gefragt Kann man denn sich dem Medium-Film wirklich annähern, wenn man diese grundsätzliche Skepsis bis Ablehnung gegenüber Oberflächen hat?

00:25:08: Wenn doch die Idee dass da eine Tiefe drin liegt in den Oberflächern.

00:25:12: Dass eine Unmittelbarkeit auch eine Komplexität in sich erhält kann man dann sich wirklich dem Thema Film und einer Filmschauspielerin annähern?

00:25:20: also ich war da als jemand der nun sich halt sehr viel mit film beschäftigt erst mal so ein bisschen skeptisch ob das überhaupt so ein produktiver Ansatz ist.

00:25:30: oder Oder hast du das Gefühl im Gegenschlug dazu, ihre Distanz zum Film hilft diesem Buch?

00:25:36: Ja und nein.

00:25:37: Also ich teile mein Enthusiasmus für Filme mit dir definitiv.

00:25:42: Ich habe aber noch den anderen Hintergrund, dass sich ja selbst auch... Kunstschaffende bin oder Literatur schaffender und wir sind wirklich mercenary.

00:25:52: Wir benutzen alles was wir können, wir benutzen vor allem auch andere Kunst, soweit wir können.

00:25:58: Ich glaube das hat Rachel Kask hier auch gemacht.

00:26:00: also ich finde die Gedanken die sie sich macht um die Filme die sie da referenziert mit Natalie Portman.

00:26:11: Es sind ja keine Analysen der Filme.

00:26:12: Es geht irgendwann nicht wirklich um die Filme, sondern es geht darum diese Filme als Sprunggerät zu benutzen für weitere Theoretisierungen und für weitere essayistische Gedankenströme.

00:26:24: Das finde ich ein komplett validen Ansatz, um Kunst zu begegnen.

00:26:28: Also sie sich einzuverleiben, zu verdauen, sie sich so eigenzumachen, sie quasi zu stehlen... das ist dann was anderes als Filmanalyse oder Beschäftigung mit Filmen.

00:26:39: aber ich glaube Misstrauen oder irgendwie discomfort mit einem Medium kann eine produktive Art und Weise sein, sich mit dem Medium zu beschäftigen wenn wir nicht davon ausgehen dass es irgendwie eine absolute Art und Weise, mit der sie sich mit dem Medium zu beschäftigen.

00:26:56: Und ich glaube so... Das ist ironisch weil ich meine, es ist ja ein Buch über die Entkernung des Charakters, die Entkernung desselbst.

00:27:04: Ich glaube das ist particulär genug und an der Idee des Characters immer noch nagenungssubjektiv genug um es für mich akzeptabel in its own right interessant sein zu lassen.

00:27:17: Total?

00:27:17: Ich würde auch sagen, eine grundsätzliche Skepsis und das sogar eine Ablehnung muss ja für eine Beschäftigung erst mal kein Problem sein.

00:27:24: Ich denke es ist manchmal sehr ergiebig über Sachen die man irgendwie ganz schrecklich findet zu schreiben oder zu sprechen.

00:27:29: Das ist natürlich etwas wo ich sagen würde dass es quatsch wenn Leute sagen so beschäftigt euch mit den Sachen vor dir eine Grundsympathie habt.

00:27:36: Aber ich hatte schon das Gefühl, diese Distanz führt auch dazu.

00:27:40: Dass sie in sehr wenige Filme einsteigt und die immer nur als exemplarisch für dieses Leben begreift, dass die sehr wenig Eigengewicht haben.

00:27:49: Und ... Ich dachte die ganze Zeit an all diese Biografien, die so wenig Zeit mit der Arbeit des jeweiligen Subjekts irgendwie verbringen.

00:27:58: Also ...

00:27:59: Ja!

00:27:59: Die Schauspieler hat dich hier nicht.

00:28:00: Sie ist nie am Set.

00:28:02: Sie haben ja so ... M?

00:28:05: ist in ihrem Alltag als immer noch halbwegs prominent eine stabil lebende, öffentliche Person.

00:28:12: Das ist das was The Life of M interessiert, nämlich The Life Of M aber nicht das künstlerische Schaffen von M. Ja

00:28:18: ich würde sagen dass künstlerschef'n ja Teil des Life-of-M.

00:28:21: also es ist... Eigentlich schon!

00:28:22: Es ist ein Part der Life-Of-M und es erinnert mich halt an diese ganzen Biopics wo dann irgendwie der Physiker nie Physik macht aber Liebesbeziehung hat Also the Theory of Everything oder keine Ahnung wenn er Alan Turing gespielt von Benedict Cumberbatch, halt irgendwie vor allen Dingen halt mit so spionasische Sachen und mit seinem Privatleben.

00:28:41: Das sind wichtige Teile von ihm.

00:28:43: aber ich finde es halt so schade wenn das so ausgespart wird.

00:28:45: also du kannst ja nicht wirklich über Picasso reden ohne dass er malt!

00:28:50: Das ist so ein wichtiger Teil von ihm und das ist wichtiger Teil seines Ausdrucks.

00:28:53: und ich habe mich gefragt... schon auch so ein bisschen der Vorhof zum Gossep halt irgendwie.

00:29:01: Weißt du, mit dem Schlüssel-Roman wirft man das ja oft vor.

00:29:04: aber ich hatte schon gedacht wenn dass hier jetzt ein Literaturskandal ist dann ist es auch ein bisschen einer Mitansage.

00:29:09: und vielleicht, ich will da nicht zu viel worauf erhoffen könnte das ein kalkuliertes Skandal sein?

00:29:14: Der irgendwie um die Lehre einer Existenz sich rankt und logischerweise damit auf Ablöhnung stößt und damit halt irgendwie einen Bruch oder eine Streitigkeit impliziert für eine Öffentlichkeit die darüber mehr wissen will.

00:29:27: Ja, ich glaube schon.

00:29:28: Das ist irgendwie so ein bisschen damit kockiziert und aber ich glaube auch nicht dass es unbedingt irgendwie so erklären oder das könnte man sagen größer Problem von diesem Projekt ist.

00:29:37: Von der Live of M. Ich glaube, das größere vielleicht Problem wenn man das zu sehen will von dieser Text ist, ist, dass er in der Teleporten halt wirklich nicht braucht.

00:29:48: also... Die Gedanken, die der Text man als Essai lesen will einem anbietet.

00:29:56: Ich habe das Gefühl, sie standen schon fest bevor das Subjekt oder die Inspiration nette Report mit da

00:30:02: war.".

00:30:03: Und es wird im letzten Kategorie ja sogar mehr oder weniger auch dieser M gesagt?

00:30:07: Oder ist geht da

00:30:08: nicht um dich?

00:30:11: Was natürlich auch eine harte Aussage sein könnte im Sinn von, okay du bist eigentlich auch egal und man könnte so... Du bist eigentlich in dem was du im der Welt verkörpers nur ne Charaktermaske.

00:30:22: Du verkörperst nur etwas.

00:30:23: Du bist mehr Idee als Mensch?

00:30:27: Ja genau die Implikation davon davon it isn't you and isn't anyone ist auch You aren´t anyone.

00:30:32: Und das ist ja auch das was... M leiden lässt, woran M teilweise leidet.

00:30:40: Weil sie leidet nicht durchgängig, das ist nicht die Art von Text.

00:30:44: Das ist ja ein Text der Gegensubjektivität und teilweise auch irgendwie Emotionalität geht.

00:30:49: aber es gibt Momente wo M leidet, wo irgendwie Integrität als etwas erlebt wird während er so wirklich zitiert wäre wie ein Organ dass M früh entfernt wurde.

00:30:59: ich möchte noch mal zurückkehren zu einem anderen Punkt zu dem anderen Punkt den du gemacht hast nämlich eine künstlerische Prozess dargestellt in anderen Kunstwerken und ich meine, das ist mir auch aufgefallen.

00:31:11: Es gibt durchaus vielleicht künstlerische Prozesse die schwieriger darzustellen sind aber es gibt ja auch künstlersche Prozese die erfolgreich dargestellt wurden.

00:31:19: Ich denke dann nur an Jacqui Verstier, Schöneke Verolantin wo wir in vier Stunden halt wirklich so lange mehr minütige stille Szenen haben wo schraffiert wird mit Bleistift.

00:31:30: Mega geiler Film, liebe ich.

00:31:31: Der Wett sowieso

00:31:32: jemand der glaube ich sehr gut künstlerische Prozesse begleitet.

00:31:34: zu Out One oder so was diese Theater-Truppe die da den Großteil der Zeit einnimmt.

00:31:38: Ich finde er ist sehr gut darin da sehr nah ran zurück.

00:31:41: aber ja schönes Beispiel.

00:31:43: Und ich würde mir halt auch denken, so mit den wenigen Erfahrungen, die ich irgendwie im Leintehater damit habe.

00:31:49: Das Schauspiel als künstlerische Prozess eigentlich sehr gut darstellbar wäre oder sehr interessant darstellba wer das mir sofort Ideen kommen wie man Schauspiel als Künstlerischer Prozess auf einer Meta-Ebene darstellen könnte und mir fallen sogar gute Beispiele

00:32:06: ein.

00:32:06: also ich finde sowas wie keine Ahnung.

00:32:07: Denken wir nur an Film wie mal Holland Drive oder so was eine Omi What Star macht.

00:32:12: Schauspiel spielt ist ja wirklich toll an vielen Stellen.

00:32:16: Oder eine Film, die vielleicht so ein bisschen Out of the Big Showgirls?

00:32:21: Ja, finde ich auch einer... Auch ein Revet Lieblingsfilm da haben wir sofort die Brücke.

00:32:26: er war ja jemand der den Früh gelobt hat und da muss sich auch sagen stimmen das ist natürlich irgendwie Es ist nicht Hollywood, aber es meint Hollywood und es meinte diese Welt.

00:32:37: Und das finde ich als Beschreibung von Statue und seinen Niedrigkeiten den Abgründen, die es eben auftut.

00:32:44: Noch mal sehr viel Wirkungsvolle.

00:32:46: Klar ist jetzt Paul Verhoeven natürlich jetzt jemand der auch so ein bisschen vulgärer und direkter und unmittelbarer wird.

00:32:53: aber ich habe schon das Gefühl dass sich mehr über Hollywood oder Schauspiel unter Statuen verstanden hat wenn ich Showgirls gucke als wenn ich The Life of M lese.

00:33:00: Aber soll diesen Roman hier gar nicht oder dieses Buch hier gar nie abwerten irgendwie sofort sondern ich glaube das ist ja auf der Suche doch irgendwie nach was anderem oder?

00:33:09: Das noch mal ein bisschen ergründen, nehmen wir noch diese andere Perspektive.

00:33:12: Diese Ich-Perspektive, diese Rachel Kask-Paspektive angucken!

00:33:16: Denn da ist das Verschwinden eines Menschen... Da ist die Angst vor dem Tod der im voranschreitenden Leben immer präsenter wird eine Angst, die sie auch gegenüber M., die als Mensch irgendwie schon verschwunden ist, schildert.

00:33:32: Wir wissen auf jeden Fall der Partner von Rachel Ksk war hier irgendwie im Krankenhaus.

00:33:36: Was hast du denn mit dieser Parallelschaltung mit diesem Nebenschauplatz getan.

00:33:41: Was macht er mit dem Gesamtwerk?

00:33:44: Wie fügt der sich hier ein?

00:33:47: Ich habe erst mal nicht gedacht, dass ich dann nicht einen racial caste-realen Partner gedacht habe.

00:33:52: Also das denke ich ziemlich selten in meinem Leben.

00:33:56: Das war

00:33:56: jetzt mein Gefühl in dem Moment, dass es irgendwie auch eine eigene Erfahrung ist.

00:33:59: aber das kann natürlich auch funktionern

00:34:02: sein!

00:34:02: Ich musste an einer anderen Stelle denken, die für mich romanhafter war in diesem Text.

00:34:09: Nämlich als sich die AutorInnenperson ja wirklich auch dazu positioniert was sie mit diesen Projekt überhaupt will.

00:34:17: also in den wirklich metafixionalen autofixionalen Teilen davon nämlich dass sie sich erm... die berühmte Schauspielerin ausgesucht hat, da wird die Person halt wirklich transparent um selbst in dieser Person als Autor zu verschwinden.

00:34:32: Um diese Charaktermaske, um das was sie sowieso über Berühmtheit und so was denkt... Abseits dessen, wer M als reale Person innerhalb der Diägesis oder Werner Teleport mit in der realen Welt ist.

00:34:46: Um diese Idee von Entkernung durch Celebrity und Schauspiel zu benutzen um selbst darin zu verschwinden.

00:34:54: so es gibt Stellen wo die Autor in den Personen selbst referenziert, dass sie in einer kreativen Krise war.

00:35:02: So das ist vielleicht näher an Rachel Cask, dass Sie anders schreiben nicht mehr wirklich glaubt hat.

00:35:07: es kann auch durchaus mit ihr diesen realen Verschwinden einer geliebten Person zu tun haben und so diese.

00:35:15: Also es kommt dann vor, dass diese Autor in den Personen sagt, dass sie sich sehr an M als Figur gewöhnt hat.

00:35:21: Dass sie sie liebgewonnen hat und das geht um M-alsfigur in der Diagese nicht um M in die Diagese als reale Person Das kann ich eigentlich ziemlich gut nachvollziehen.

00:35:34: Also das ist ja auch eine Art von Eskapismus.

00:35:37: oder halt gerade zur Selbstkasteihung in der Art, dass man von einem realen existenziellen Angst fliehen kann indem sich selbst mit einem kontrollierten Verschwinden beschäftigt.

00:35:57: Ja, ich musste daran so ein bisschen denken.

00:36:00: Es gibt einen britischen Autonom Jibbert Adair, der hat irgendwann über die innerente Bisexualität des Kinos geschrieben und das ist mir immer sehr in Erinnerung geblieben.

00:36:11: Diese Frage okay?

00:36:12: Ist es nicht ein Blick, der eigentlich alles liebt, der zumindest sich nicht auf irgendwie ein Geschlecht festlegen lässt?

00:36:17: oder vielleicht dass das Kino ist sein Blick ja auch irgendwie... Poli auf irgendeiner Ebene oder halt Pansexuell.

00:36:24: Das will ich jetzt auch gar nicht festschreiben, aber ich habe schon irgendwie mich gefragt so was sucht sie eigentlich Rachel Kask in dieser Perspektive?

00:36:31: und wenn ich das so kurz geschlossen hab mit einer Autorin dann ist es natürlich quatscht denn es geht ja darum dass die sehr viel neutral ist das hier sehr viel in der Luft hängt.

00:36:40: und ich glaube dieses Die kalte Unpersönliche hat auch damit zu tun, dass deine Erzählstimme ist die sich irgendwie nicht festschreiben will.

00:36:47: Die nicht geisterhaft ist sondern so merkwürdig mechanisch verwaltend.

00:36:52: Irgendwie ein Außen das man nie richtig greifen kann.

00:36:56: und am Ende geht es ja auch relativ explizit um genau diese Frage denn sie fragt ja als sehr für die evokativen letzten Satz die M bist du ein Mann oder eine Frau?

00:37:08: Eine Frage die man natürlich

00:37:10: Auch so uncharakteristisch naiv und dämlich für die Person der M. Das hat für mich den Roman wieder romanhafter gemacht, weil ich mich dann gefragt habe okay, M?

00:37:23: Alles andere als najiva, als eigentlich eine sehr zynisch und intelligente Person färbender vorgestellt wurde.

00:37:28: Dass der Roman dann ausgerechnet auf diesem Satz so formuliert er... So auch infantil formuliert endet da haben wir so... Es ist ne gute

00:37:35: Schlusspunkte das kann man gar nicht anders sagen.

00:37:38: aber ich finde es ist ja auch eine schöne Frage weil es natürlich irgendwie auch ein bisschen bei Rachel Kask oft um Identitätsfragen ging und um diese Frage von Wer bin ich als Frau?

00:37:49: Also Mutterschaft war ja so wichtig und natürlich auch ein Roman über eine große Trennung, der irgendwie viel wahrgenommen und gelesen worden ist.

00:37:57: Und hier ist es dann auch so ein bisschen der Gedanke, okay haben wir nicht für bestimmte Arten zu schreiben, für bestimmten Arten zubeeschreiben... Geschlechtsvorstellungen ist das nicht gendered?

00:38:10: in unserer Wahrnehmung haben wir vielleicht auch verschiedene Formen von star da sein die entlang eben natürlich dieser geschlechterlinien laufen.

00:38:18: also wir haben ja zum beispiel auch Beschreibung davon, dass okay weibliche Stars gleichen mit so Sachen wie Parfum Deals oft irgendwie den Gender Pay Gap auf.

00:38:28: Aber jetzt gibt es da irgendwie dann auch noch so Hinwendungen die eigentlich neutraler sein will aber die Männer dann auch in diese Bereiche bringt und sowas.

00:38:36: Was hast du denn mit dieser Schlussponte gemacht?

00:38:38: Wie verzerrt sie oder wie verschiebt Sie denn alles was davor kommt nochmal und hat sich dich nochmal anders über Erzählstimme da nachdenken lassen, weil für mich war das auf jeden Fall schon irgendwie unterhaltsam sich den Roman dann nochmal zu vergegenwärtigen mit dieser Frage im Kopf.

00:38:55: Also tatsächlich habe ich über diese Frage vor allem aus der Perspektive von was sagt die Frage über M aus?

00:39:00: Nachgedacht.

00:39:01: also halt wie infanziel und komisch gestellt ist diese Frage eigentlich.

00:39:07: Aber jetzt wo du sagst, ich finde das sind echt gute Punkte.

00:39:10: Weil es auch unausgesprochene Vorstellungen gibt oder teilweise auch ausgesprachene Vorstellung von einem weiblichen Schreiben und ich habe mich im Rahmen meiner Doktorarbeit viel mit dem Essay Das Lachen der Medusa Beschäftigt die ja sagt, dass es ein weibliches Schrei irgendwie gibt oder geben sollte und sie hat so eine Beinnote gesagt.

00:39:33: Männer könnten das theoretisch auch irgendwie so.

00:39:36: Jean Genère kann das aber ich glaube schon, dass ist teilweise zumindest implizit in Frage stellt welche gender Vorstellungen wie darüber haben, wie erzählen eigentlich ist.

00:39:54: Inwiefern ist unsere Vorstellung von Romanen schreiben?

00:39:59: Von Emotionalität?

00:40:01: Von narrativ vermittelter Subjektivität?

00:40:04: Eigentlich an Gendered-Vorstellungen so angebunden.

00:40:10: Und wenn man diesen selbst entkernenden Stil hat, wo es quasi programmatisch ist, dass man die Autorität dann ins Objekt ist, der gleichzeitig etwas sehr Deklaratives in diesen We-Teilen, in diesem Teilen, wo der Roman ins Essay hafte kippt.

00:40:28: Wo es allgemeingültige Beschreibungen eigentlich liefern will... Man kann schon implizit daran einen Widerstand sehen gegen das was weibliches Schreiben ist.

00:40:39: Gegen das, was irgendwie in einer patriarchalen Gesellschaft als weibliche Schreiben gesehen wird und es hat wenig mit dem zu tun, was Hellenstikzu so als weiberisches Schreiben propagiert oder sich wünscht... Die Schrift ist ja nicht nur akademisch, das ist auch ein Essay.

00:40:58: Was Helin Sixu ja will, ist ein sehr subjektiviertes, sehr körperliches Schreiben.

00:41:03: aber was Helin sixu halt auch will ist ein Schreiben dass narrative Traditionen unterwandert und mit diesen narrativen Tradition bricht.

00:41:15: insofern passt es wiederum zu dem was Rachel Cusk macht weil sie diese Narrativen traditionen durchaus immer noch.

00:41:24: Ich

00:41:24: habe einfach daran gedacht, es gibt ja dieses sexistische Meme das angeblich Männern Bild von etwas machen und Frauen ein Selfie damit.

00:41:31: Und das Selfie wurde ja irgendwie als es so als Form populärisiert wurde viel in Essays aufgegriffen und es ging dann viel um mittelalterliche Frage Was wurde in Kunst dargestellt?

00:41:44: Und was wird in der Gegenwart in Kunst da gestellt und wie präsentieren sich Menschen.

00:41:47: Das ist ja ein Diskurs, der dann auch später über Autofiktion ergriffen hat.

00:41:53: Wir denken am ersten an keinen Anni Erno.

00:41:57: Jemand wie Karl-Owe Nausgaer wird vielleicht anders betrachtet wenn er minutiös über sein eigenes Leben schreibt.

00:42:03: Wir haben hier auf jeden Fall auch irgendeine Ebene von... Autofiktion von Autobiografie auch über jemand anders, über die Art wie man sich im anderen spiegelt.

00:42:12: und dann lösen wir das ich irgendwie so seltsam auf.

00:42:15: Ich habe vorhin über das Boulevard Deske, über diese Dimension gesprochen, über Gossip etwas dass wir auch auf irgendeiner Ebene tendenziell oft weiblich lesen und so und ich mir schien schon das Gefühl zu sein sie nimmt hier ganz viel was eine klare Zuordnung in der klaren Zuweisung in der Gesellschaft bekommt und löst es dann auf, überträgt das in was merkwürdig neutral ist.

00:42:40: Und es ist schon der Versuch da auch einfach alles noch mal im Kälte umzuwandeln und zu sagen Nein!

00:42:50: Der Schrecken, der unter den Dingen lauert, der Schreken des selbst Verlusts und die Freude des Selbstverlust Das gehört niemandem.

00:42:57: Das gehört allen und das ist etwas, dass uns auch die Möglichkeit gibt und selbst zu formen.

00:43:02: also ich glaube was mich am meisten interessiert hat ist, dass sie diese Grausamkeit unter allen Dingen, die liegt, dass Sie da doch irgendwie ein utopisches Moment dran sieht, dass man sich das aneignet kann oder zumindest von bestimmten äußeren Zwängen dass man den entkommen kann, wenn man sich dem hingibt.

00:43:21: Also ich glaube sie sieht etwas Befreiendes in dieser Kälte und diese Neutralität in diesem Selbstverlust.

00:43:29: Mir fällt so auch eine Stelle ein, die ist vor dem Ende des Textes.

00:43:33: Wo M nachgesagt wird das eigentlich es erreichen würde immer in einem Trailer zu leben.

00:43:42: Man hat ja sofort diese Eidling-Sims gewohnt vor Augen wenn man an einen Filmset denkt wo Schauspielende gerade nicht im Einsatz sind wo sie Stunden in ihren Trailer verbringen müssen und so... Die Schauspielen haben dann recht glücksrösend und das ist ein sehr starkes Bild.

00:44:03: Ein Schlüssel für diesen Text, dass M nachgesagt wird so erreicht was in den Trailer ist.

00:44:14: Das ist ja sehr wenig Dass da drauf referiert wird, dass wir in dieser luxurösen Trailer immer noch frisches Obst dastehen müssen.

00:44:26: Einerseits ist ein Trailer so ein absolutes Bild von Impermanenz und Provisionalität.

00:44:34: Provisionalität, nicht Professionalität genau.

00:44:37: Und andererseits immer wieder so durchströmt diesen Text ja auch in diesem für mich relativ plumpen Hinweisen auf irgendwie den Kontrast zwischen Celebrity und Obdachlosigkeit

00:44:49: auch hier...

00:44:57: Ja, genau.

00:44:58: Aber das fand ich in dem Bild mit den Trailer dann wiederum recht gelungen, dass da immer noch darauf referiert wird diese Provisionalität oder diese Lehre, diese Entkopplung muss immer noch materiell aufrecht erhalten werden von irgendjemandem der frische Blumen reinstellt und sie gießt und frisches Obst reinställt und sie Gießt.

00:45:18: Auch Lehre auch die komplette Abstraktion, auch dieses im Idol-State sein, im Ruhrzustand sein gefahren werden, wenn man Einsatz hat als Schauspielerin.

00:45:28: Auch das ist immer noch irgendwie materiell verankert.

00:45:31: auch das muss irgendwie noch immer materiell sicher geöffnet werden.

00:45:34: Ja auf

00:45:35: jeden Fall finde ich auch eine schöne Beobachtung!

00:45:36: Ich find es passt auch zu dem was du vorhin über Infanterisierung gesagt hast weil das ja auch ein Thema was sie so als Zuschreibung für M findet oder die eigentlich für immer auf der Sleepover Party mit all ihren Freunden zusammen leben würde die nie ganz dieser Kindheit die sie dann doch verloren hat entwachsen ist.

00:45:53: also diese Gleichzeitigkeit von Sie hatte keine Kindheit und sie lebt für immer in der Kindheit.

00:45:58: Wir denken vielleicht an andere Prominente, was ich Michael Jackson oder so war das viel mit dieser symbolischen Neverland Ranch halt irgendwie viel diskutiert worden ist.

00:46:08: aber das finde ich auf jeden Fall einen schönen Blick.

00:46:09: diese Frage auch Was heißt es denn So diese Art von Verlust von Widerstand in der Welt?

00:46:17: Diese Reibungslosigkeit der Existenz?

00:46:21: Genau dass Genau das und ich meine, wo du jetzt Michael Jackson erwähnt hast.

00:46:27: Das kann man ja wirklich als ein Spektrum betrachten, wo Michael Jackson vielleicht die extremste Ausformung ist.

00:46:33: Und M oder Natalie Portman, wir bleiben bei M, die am wenigsten extreme Ausformungen davon was früh berühmt werden und seit der frühen Kindheit irgendwie aktiv sein als prominente Person mit einem machen können.

00:46:49: Was wir sehen ist das Restaurants für sie geöffnet werden.

00:46:54: Auch wenn Sie als immer noch so... relativ well adjusted, selbstständige erwachsene Person in der Welt agiert.

00:47:01: Sie haben eine M-Trots im Merk, dass ihr etwas Vitales fehlt, irgendeine Art von Integrität und diese Art von Integration kann ja durchaus nur fehlen.

00:47:10: nicht weil sie eine Schauspielerin ist.

00:47:12: Ich meine, Schauspielen können noch prekär leben und sehr starken materiellen Zwingungen irgendwie... Heimgesucht werden, sondern darin dass sich die Welt physisch öffnet.

00:47:22: Dass immer Blumen gegossen sind und neu sind und das Restaurants Physio öffnen, die eigentlich geschlossen sind so eine ganz elegante Selbstverständlichkeit mit der M in dem Sinne halt auch irgendwie well-adjusted oder da höflich umgeht, so wie sie dargestellt wird.

00:47:39: Aber das ist die Reibungslosigkeit in der Welt, die du erwähnt hast, die in irgendeinem vielleicht weniger extremen aber doch in irgendwelchen Punkten ja durchaus verhindert, dass man in irgendem fundamentalen Art und Weise erwachsen wird, weil die ständige Reibung in der Welte das Ständige damit rechnen müssen, dass irgendetwas einem in dem Weg gelegt wird, dass Widerstände da sind ,dass man begrenzt ist durch äußeren Möglichkeiten etwas, was M nicht hat und dessen M sich auch bewusst ist dass sie das nicht hat.

00:48:10: Ich habe vielleicht andere Dinge an dem Buch genossen als du irgendwie von Satz zu Satz springen aber ich denke definitiv, dass eine Qualität von Kunst sein kann.

00:48:20: Auch eine sehr... die müßige Qualität von Kunst, nämlich dass es so offen genug als Text für die Welt ist und für das was Menschen damit machen ohne ein in sich komplett geschlossenes Werk zu sein.

00:48:35: Es kann offen sein unvollständig vielleicht fehlerhaft aber wenn es sich dazu anbietet was darin zu machen oder was da mitzumachen d.h.

00:48:44: Sprungblatt zu benutzen dann das ist eine Qualität sie auch nicht alle Texte haben also Texte im weitesten Sinne nicht alle texten wollen.

00:48:51: Es gibt Texte, die so geschlossen sind, dass mir das tatsächlich an Texten fehlt.

00:48:57: So auch im weitesten Sinne auch Filme.

00:48:59: und es gibt Textes, die ich bescheuert oder flaut finde und denen ich trotzdem extrem hoch anrechne, dass sie Dinge mit sich machen lassen weil ich glaube, das trifft nicht auf alle Texte zu und ich glaube das trifgt auf diesen.

00:49:14: hierzu

00:49:16: Ja... Ich hatte mich nur gefragt, weil ich nicht sicher war was zum Beispiel auch offen ist uns vor allen Dingen Angebote macht, selber damit weiterzuarbeiten.

00:49:23: Das wäre auch ein Malbuch.

00:49:25: das ist jetzt nun trotzdem keine große Literatur aber in diesem Fall würde ich sagen die Offenheit es sein plus und auch wenn sich nicht alles davon clever und interessant gemacht wird finde ich schon irgendwie auch faszinierend zu lesen.

00:49:35: also ich glaube man kann schon auch sagen lese das mal und guckt was ihr da mit machen könnt.

00:49:40: das wäre so mein gedanke.

00:49:42: ja

00:49:43: und beim nächsten mal werden wir über Das neue Buch von Grimm, ein hundertvier Compatriot Testo über Hendrik Bolz.

00:49:54: Neues Buch aus Ruinen junger Mann in Krisenzeiten sprechen Denn nach der Jugend geht es dann eben weiter.

00:50:02: das Leben wird jetzt nach und nach aufgearbeitet.

00:50:05: Ich bin sehr gespannt.

00:50:06: Maria vielen Dank dass du dir die Zeit genommen hast.

00:50:09: Ja vielen Dank auch Sie für das gute Gespräch.

00:50:12: Ja fand ich auch sehr schön.

00:50:14: Vielen Dank fürs Zuhören Tschüss und bis zum nächsten Mal Tschüß.

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